Bienenwachs – Verwendung und Einsatz in der Kosmetik

Bienenwachs

Seife selber machen – so geht’s

Cover_HauptBookDu möchtest gerne deine eigenen natürlichen Seifen herstellen?

Dann lad dir doch das Naturseife-und-Kosmetik eBook “Kreative Seifen einfach selber machen” herunter und beginne noch heute mit dem Selbermachen der ersten Seife. Im eBook über die Seifenherstellung findest du alles, was du zum Thema wissen musst (und noch vieles mehr).

Dazu erhältst du außerdem die kostenlosen Zusatz-Ratgeber der Fette und Öle, der ätherischen Öle und der Seifenrezept. Und hier geht es direkt zum eBook:

Kreative Seifen einfach selber machen

INCI: Cera Flava, Cera Alba

Ein wichtiger Zusatzstoff in Kosmetikprodukten ist Bienenwachs. Das Wachs der Bienen wird in verschiedenen Sorten angeboten.

Bienenwachs – welche Sorten es gibt

Bienenwachs wird von der Honigbiene zum Bau von Bienenwaben ausgeschieden. Durch das Ausschleudern und Schmelzen der Waben oder durch chemische Extraktion kann das reine Bienenwachs gewonnen werden. Naturbelassenes Bienenwachs trägt eine gelbliche Färbung aufgrund der sogenannten Flavonoide aus Propolis sowie Carotinoiden aus Blütenpollen. Es wird auch als Cera Flava bezeichnet. Daneben existiert das weiße Bienenwachs, auch Cera Alba genannt. Seine weiße Färbung trägt dieses Bienenwachs aufgrund eines Bleichvorgangs mit Peroxiden oder Chromsäure nach der Gewinnung des Wachses. Es gibt darüber hinaus auch alternative Bleichmethoden, die auf die Verwendung von chemischen Stoffen verzichten.

Eigenschaften und Wirkung von Bienenwachs

Bienenwachs ist im Vergleich zu Fetten und Ölen härter, poröser und weniger ölig. Bei 20°C lässt sich Bienenwachs gut kneten, ab etwa 60°C fängt es an zu Schmelzen. Aus chemischer Sicht handelt es sich bei Wachs um einen größtenteils wasserunlöslichen oder auch hydrophoben Naturstoff, also um sogenannte Lipide. Chemisch unterscheiden sie sich von Fetten und Ölen aufgrund ihrer einfacheren Struktur. Bei Bienenwachs handelt es sich um sogenannte Einfach-Ester, während Fette und Öle dagegen als Dreifach-Ester bezeichnet werden. Bienenwachs besteht aus Fettsäureestern, Wachsalkoholen, Cerotinsäure, Melissinsäure und Paraffinkohlenwasserstoffe. Die Ester der Cerotinsäure sind für die emulgierende Eigenschaft von Bienenwachs verantwortlich.

BienenwachsDarüber hinaus wird Bienenwachs nachgesagt, dass es eine sehr verträgliche Fettkomponente ist. Diese Eigenschaften machen Bienenwachs zu einem idealen Produkt für die Herstellung verschiedenster Kosmetikprodukte. In Kosmetikprodukten hat Bienenwachs hautschützende und feuchtigkeitsgebende Eigenschaften. Auf der Haut bildet das Bienenwachs einen leichten Schutzfilm, der bei Hautreizungen und Trockenheit eine wohltuende und lindernde Wirkung entfaltet. Üblich sind eingesetzte Konzentrationen von 0,5-1%. In Verbindung mit Lecithinen sorgt Bienenwachs bei kosmetischen Cremes und Salben für eine angenehme Konsistenz. Zusammen mit klassischen Emulgatoren empfinden viele Personen Kosmetikprodukte mit Bienenwachs jedoch zu fest und wachsartig, die einen Film auf der Haut hinterlassen.

Bienenwachs – Verwendung in der Kosmetik

Neben Cremes und Salben findet Bienenwachs in der Kosmetik außerdem auch häufig Einsatz bei der Herstellung von Produkten zur Lippenpflege und in sogenannten Body Melts oder Massagebars. Hierbei handelt es sich um Bodybutter oder Körpercreme in fester Form, die optisch festen Seifen ähnelt. Auch bei dekorativer Kosmetik kommt Bienenwachs zum Einsatz. Geringfügig wird es außerdem für die Herstellung von Haarpflege- und –stylingprodukten verwendet. Bienenwachs ist ein wichtiger Rohstoff, der neben der Herstellung von kosmetischen Produkten auch in der pharmazeutischen Industrie zur Produktion von Salben, Cremes und Pasten eingesetzt wird.

Bienenwachs kann durch Kunstwachs ersetzt werden. Produkte, die Bienenwachs enthalten, tragen meist folgenden Hinweis auf der Verpackung: „Enthält Echtes Bienenwachs“. Bienenwachs wird außerdem in großen Mengen bei der Fabrikation von Kerzen verarbeitet. Darüber hinaus ist Bienenwachs ebenfalls ein wichtiges Produkt in der Lebensmittelindustrie. Hier dient es als Überzugs- und Trennmittel bei der Herstellung von gelatinehaltigen Süßigkeiten. Zur Herstellung von Skiwachs, Imprägniermittel, Wachsfarbe und anderen Produkten der der chemisch-technischen Industrie kommt Bienenwachs jedoch nur vergleichsweise geringfügig zum Einsatz.

Bienenwachs in der Naturseife

Ich verwende Bienenwachs beim Seife selber machen nur äußerst sparsam. Mehr als 4% kann ich nicht empfehlen, da das Hautgefühl nach dem Waschen sonst schnell negativ beeinträchtigt wird. Zudem lässt Bienenwachs den Seifenleim schnell andicken, ist also nicht geeignet wenn marmoriert werden soll.

Bienenwachs kaufen

Das gelbe Bienenwachs ist naturbelassen, wobei es inzwischen auch viele weiße Sorten gibt, bei denen nicht chemische Bleich-Methoden eingesetzt werden. Es ist eben oftmals einfacher, eine gebleichtes Bienenwachs zu verwenden, zumindest dann, wenn Kosmetik gefärbt werden soll. Ansonsten würde ich aber immer das gelbe Bienenwachs vorziehen, das es unter anderem im Naturshop Dragonspice gibt. Gute Erfahrungen habe ich außerdem mit diesem Bienenwachs gemacht.

8 Trackbacks & Pingbacks

  1. Bodymelts oder Massagebutter selber machen | Naturseife und Kosmetik selber machen
  2. Lippenbalsam selber machen | Naturseife und Kosmetik selber machen
  3. Reichhaltige Rosencreme selbst herstellen | Naturseife und Kosmetik selber machen
  4. Ohrkerzen zur sanften Reinigung des Ohres | Naturseife und Kosmetik selber machen
  5. Kerzen selber machen – so gießt man individuelle Kerzen | Naturseife und Kosmetik selber machen
  6. Candelillawachs in der veganen Naturkosmetik | Naturseife und Kosmetik selber machen
  7. Beerenwachs - ein idealer Inhaltsstoff für Naturkosmetik | Naturseife und Kosmetik selber machen
  8. Ceralan HT eine Bienenwachsalternative für Allergiker | Naturseife und Kosmetik selber machen

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.





*