Distelöl in Naturseife und Kosmetik

Distelöl als Seifenzutat

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Kreative Seifen einfach selber machen

Distelöl für die Hautpflege und Naturseifen

INCI: Carthamus Tinctorius (Safflower) Oil

Das Distelöl, auch Safloröl genannt, wird aus den reifen Samen der Färberdistel gewonnen. Diese Distelart wurde schon vor über dreitausend Jahren von den Ägyptern kultiviert und zur Färbung von Textilien eingesetzt. Das durch Kaltpressung der Samen gewonnene Öl ist das native Distelöl. In ihm sind alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten, dafür ist es nicht lange haltbar. Raffiniertes Öl wurde hohen Temperaturen ausgesetzt, wodurch viele hochwertige Substanzen verloren gegangen sind.

Wichtigste Inhaltsstoffe vom Distelöl

Distelöl ist von gelber Farbe und hat ein sehr würziges Aroma. Der Geschmack ist bei nativem Öl kräftig, bei raffiniertem Öl neutral. Besonders an diesem Öl ist der hohe Anteil an Linolsäure, eine zweifach ungesättigte Fettsäure. Deswegen ist das Distelöl ein besonders leicht aufliegendes Öl. Zudem ist es reich an den Vitaminen A und K.  Dadurch wird das Hautwachstum gestärkt und das Zellwachstum reguliert. Fettähnliche Substanzen wie Glycerin und andere Lipoide besitzen hautfettähnliche Qualitäten, weshalb es besonders gut von der Haut aufgenommen wird und deren Schutzbarriere stärkt.

Kosmetische Einsatzgebiete

Distelöl ist ein trockenes Öl. Es hat eine besonders leichte und nicht fettende Konsistenz. Es wirkt entzündungshemmend und zellerneuernd. Deshalb wird es oft bei öliger und unreiner Haut empfohlen. Es zieht schnell oberflächlich ein und hinterlässt keinen Fettfilm. Im Gegenteil, in bestimmten Mischverhältnissen hat es sogar eine mattierende Wirkung. Der Anteil an Vitamin K verbessert dunkle Augenringe. Als Bade-oder Duschöl hat es eine rückfettende Wirkung. Die ist allerdings nur oberflächlich, weshalb es bei ausschließlicher Verwendung die Haut austrocknen kann.

Distelöl kann in reiner Form angewendet werden. Es eignet sich aber auch als Basis für leichte Cremes und Lotionen. Auch für die Verwendung von Ölauszügen ist es geeignet.

Nebenwirkungen von Distelöl

Wer keine Allergie auf die Pflanze selbst hat, muss auch nicht diesbezüglich negativen Reaktionen rechnen. Allerdings muss man bei nativem Distelöl sehr auf die richtige Lagerung achten. Am längsten hält es in dunklen Flaschen, licht-und wärmegeschützt. Wird es Sonnenstrahlung und Sauerstoff ausgesetzt, wird das Distelöl sehr schnell ranzig.

Distelöl in Naturseife

Wie viele andere Pflanzenöle auch erzeugt Distelöl weiche Seifen. Daher ist es mit Bedacht zu verwenden. Es ist kein Öl, das Schaumberge produziert, bzw. tut es eigentlich gar nichts für die Schaumqualität der Naturseife. Aufgrund seiner wenig fettenden Eigenschaften kann Distelöl gut bei Naturseifen gegen unreine und fette Haut sowie in Shampooseifen verwendet werden. Bei der Einsatzkonzentration würde ich nicht über 10 Prozent gehen.

Reine Distelölseife

Meiner Ansicht nach macht es wenig Sinn eine reine Distelölseife zu sieden. Sie wäre sehr weich und schmierig. Auch die Schaumbildung wäre extrem eingeschränkt bzw. gar nicht vorhanden. Mit seinem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren ist das Distelöl zudem nicht sehr oxidationsstabil. Das bedeutet, die reine Distelölseife würde sehr schnell ranzen. Fazit: Nicht zu empfehlen.

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