Parfumöle in der Seife – Seife selber machen mit dem richtigen Duft

Parfumöl beim Seife selber machen

Seife selber machen – so geht’s

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Kreative Seifen einfach selber machen

Wer Seifen selber macht, hat die Qual der Wahl. Schließlich stehen zahlreiche tolle natürliche Öle, Fette und viele andere Inhaltsstoffe zur Verfügung, die in der selbst gemachten Seife verwendet werden können. Eine besondere Note verleiht der DIY-Seife jedoch vor allem der Duft. Hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, die ich hier gerne kurz erläutern möchte.

Seife selber machen mit ätherischen Ölen

Zum Thema ätherische Öle findet ihr hier auf Naturseife und Kosmetik bereits einige interessante Beiträge. Schaut euch am besten in diesem Bereich um: ätherische Öle in Seifen und Kosmetik. Ätherische Öle sind auf jeden Fall die natürliche Variante zum Beduften einer Seife. Die Öle stammen nämlich von Pflanzen, Früchten, Kräutern und Co. Sie werden auf verschiedene Arten gewonnen. Zitrusdüfte, wie beispielsweise Orangenöl, wird zum Beispiel durch eine Pressung der Orangenschalen erhalten. Die Düfte gibt es in verschiedenen Qualitäten. Schaut euch dazu den Beitrag „Wie ätherische Öle gewonnen werden“ an. Nun kann man also durchaus die Frage stellen, wieso man überhaupt synthetische Parfumöle in einer selbst gemachten Seife einsetzen möchte, wenn es doch natürliche Düfte wie ätherische Öle gibt. Nun, das liegt daran, dass ätherische Öle nicht immer für die Seifenherstellung ideal sind. Leicht flüchtige Düfte verfliegen eben schnell und die Naturseifen riechen somit bereits nach kurzer Zeit nicht mehr angenehm nach dem gewählten ätherischen Öl. Teilweise neigen ätherische Öle dazu, die Seife zu verfärben (wobei es dieses Problem auch bei Parfumölen gibt). Zudem gibt es von den natürlichen Düften nun mal nicht jede Duftnote. Wer sich Jelly Bean, Cupcake, Zuckerwatte, Ocean Fresh oder sonstige Düfte wünscht, muss somit auf jeden Fall auf Parfumöle zurückgreifen.

Seife selber machen mit Parfumölen

Der Vorteil an Parfumölen liegt klar auf der Hand: es gibt jede Duftnote, die man sich nur wünschen kann. Synthetisch hergestellt können eben alle möglichen Düfte nachgebaut werden. Beim Seife selber machen verwende ich persönlich gerne Parfumöle, da die Düfte einfach viel beständiger sind und die Seifen somit auch Jahre nach der Seifenherstellung noch duften. Ätherische Öle verschwinden mit der Zeit oder verändern sich (zumindest, wenn man Mischungen ätherischer Öle einsetzt). Ich finde es immer ärgerlich, wenn ich eine toll riechende Seife hergestellt habe, diese dann aber nach wenigen Wochen bereits kaum mehr duftet.

Allerdings haben Parfumöle in der selbst gemachten Seife auch einige Nachteile. Sie sind eben synthetisch, nicht jeder mag in einem eigentlich natürlichen, selbst gemachten Produkt eine synthetische Komponente einbringen. Einige Parfumöle verändern zudem die Eigenschaften des Seifenleims. Wenn man das Parfumöl zum fertigen, leicht angedickten Seifenleim gibt, wird dieser plötzlich dicklich oder gar so fest, dass eine weitere Verarbeitung der Seife kaum mehr möglich ist. Dieser Effekt ist vor allem bei blumigen Duftnoten – aber auch bei einigen anderen Parfumölen – zu beobachten. Besonders, wenn man feine Marmorierungen machen möchte oder noch ungeübt beim Seife selber machen ist, ist dieser Effekt natürlich fatal. Ebenfalls ärgerlich ist es, dass einige Parfumöle die Seife später verfärben. Meist ins gelbliche oder bräunliche.

Seife selber machen mit Parfumölen – worauf man achten sollte

  • Verwendet nur extra für die Kosmetik zugelassene Parfumöle – auf keinen Fall Duftöle o.ä., die es zum Beispiel für die Duftlampe gibt
  • Kauft am besten in einem der bekannten Rohstoffshops ein (hier steht nämlich in der Regel auch dabei, ob die Parfumöle den Seifenleim andicken lassen und / oder, ob sie die Seife später verfärben)
  • Sparsam dosieren, maximal 2% bezogen auf die Gesamtmenge Seife sind genug
  • Wer dennoch ein Parfumöl nutzen möchte, das den Seifenleim schneller andicken lassen soll, nimmt direkt mehr Wasser im Seifenrezept auf und arbeitet so kalt wie möglich (Fette und Lauge gut abkühlen lassen)
  • Bei der Färbung und Marmorierung der Seife immer beachten, ob das Parfumöl die Seife später verfärbt (diese Info bekommt ihr beim Lieferanten wie etwa bei Gracefruit)
Tipp zum schnellen Andicken

Es kann auch von Vorteil sein, wenn man ein Parfumöl verwendet, das den Seifenleim schnell andicken lässt. Dies ist zum Beispiel bei Schichtseifen gut. Denn man kann in die erste Schicht Seife das Parfumöl geben und den Seifenleim dann sofort in die Seifenform füllen. Diese Schicht dickt dann eben schnell an und es kann sofort weitergearbeitet werden.

Übrigens: nur weil Parfumöle synthetisch hergestellt werden, sind sie nicht schlechter bzw. schlechter verträglich als natürliche ätherische Öle. Gerade Naturstoffe weisen häufig ein hohes allergenes Potenzial auf. Viele Parfumöle sind sogar schon allergenfrei zu haben. Das bedeutet, dass die deklarationspflichtigen Allergene (Stoffe, die häufig Allergien hervorrufen können) in geringer Menge oder überhaupt nicht im Parfumöl enthalten sind. Ätherische Öle besitzen diese Allergene ebenfalls, teilweise in nicht geringen Mengen. Wer mehr über die Deklaration von Kosmetika und Duftstoffen erfahren möchte, kann sich auch mal beim IKW umsehen.

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