Pigmente und Farbstoffe – was ist doch gleich der Unterschied?

Seife und DIY-Kosmetik färben

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Farbstoffe und Pigmente sind in vielen Dingen des täglichen Lebens – und der Natur enthalten. Meist macht man sich keine Gedanken darum, wie nun das eine oder andere genannt wird. Farbstoffe sind Substanzen, die dem Stoff, in dem sie enthalten sind, die entsprechende Farbe verleihen. Das sind im erweiterten Sinne Blüten, Blätter oder Pflanzenteile. Diese Farbstoffe können wiederum bei entsprechender Verarbeitung anderen Stoffen ihre Farbe verleihen, wenn man sie in einer bestimmten Konzentration anwendet.

Doch nicht nur Pflanzen, sondern auch Mineralien können Farben enthalten, diese werden dann Pigmente genannt. Sie sind erst durch die Hinzugabe von weiteren Hilfsmitteln (Bindemittel, Leinöl oder Harze) in der Lage, zu Farben verarbeitet zu werden. Sowohl Farbstoffe als auch Pigmente werden auch als Farbmittel bezeichnet.

Farbstoffe aus der Natur zum Färben von allerlei Dingen

Was haben Möhren und Rote Bete gemeinsam? Sie färben die Finger, wenn man sie schält und können deshalb ganz leicht und ohne Hilfe von Zusatzstoffen als Farbstoff genutzt werden. Damit dies möglich ist, haben sie eine bestimmte chemische Struktur, nur deshalb kann die Farbe gewonnen werden. Diese Farbstoffe werden Carotinoide genannt, sie haben in der Farbe Rot, Orange und Gelb einen ähnlichen Aufbau. Aber auch Pflanzen, die zunächst eine andere Farbe vorgeben, als später beim Färben herauskommt, nutzen eine solche chemische Struktur. Das bekannteste Beispiel ist das Grün der Blätter, das erst durch das Chlorophyll hervorgerufen wird. Blüten in Rosa besitzen einen Farbstoff auf der Basis von Anthocyanen und das beliebte Indigo Blau für Jeans ist in der Pflanze noch gar nicht blau. Es ist in einer Vorstufe in der Pflanze enthalten, die erst durch die chemischen Prozesse beim Färben in das strahlende Blau verwandelt wird.

Pigmente – Herkunft und Verwendung

Anstreichen, malen und lackieren wird mit Farben vorgenommen, die mit anorganischen Pigmenten hergestellt wurden. Im Gegensatz zu den Farbstoffen sind Pigmente wesentlich umfangreicher, man braucht mehr davon, um eine Menge Gebrauchsmaterial zu färben. Pigmente sind schon seit Jahrtausenden vor der Zeitrechnung bekannt. Nach dem 18. Jahrhundert wurden sie auch für die industrielle Produktion verwendet. Bis dahin nutzten Griechen, Römer und Menschen im Mittelalter eher Farbstoffe, die sich nicht nur leichter gewinnen ließen, sondern auch sehr vielseitig verwendbar waren. Auch in anderen Kulturen wurden natürliche Farbstoffe verwendet, im asiatischen/arabischen Raum war und ist das Färben von Reis mit Safran bis heute üblich.

Was ist der Unterschied in der Kosmetik?

Wieso ich das alles überhaupt anspreche? Es gibt einen Unterschied zwischen Pigmenten und Farbstoffen. Ich lese immer wieder in Blogs und auf DIY-Webseiten Folgendes: „das Pigment lösen und dann weiterverarbeiten“. Hier findet sich aber ein grober Fehler, denn Pigmente sind im Gegensatz zu Farbstoffen nicht löslich. Sie sind mineralischen Ursprungs und können lediglich dispergiert werden. Wenn ihr also Pigmente für das Seife selber machen oder zum Färben von Badekugeln, etc. nutzt, könnt ihr diese Pigmente nicht lösen. Ihr könnt sie lediglich im Medium dispergieren, also fein verteilen!

Daher eignen sich Pigmente für Badekugeln, Badepralinen, etc. auch nur bedingt. Denn wenn man das Kosmetikprodukt ins Badewasser gibt und sich dieses auflöst oder schmilzt, bleiben die feinen Pigmente in der Badewanne zurück, da sie sich ja nicht im Wasser lösen. Farbstoffe hingegen lösen sich in Wasser und werden somit mit dem Badewasser weggespült. Sie lassen sich oft auch leichter verarbeiten. Wer zum Beispiel ein Shampoo oder Duschgeld selber machen möchte, nutzt dafür Farbstoffe. Pigmente werden vor allem in der dekorativen Kosmetik, also zur Herstellung von Pudern, Lidschatten und Lippenstiften genutzt. Aber auch beim Seife selber machen können Pigmente verwendet werden, da diese dann im Endprodukt meistens auch beständiger sind.

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