Sonnenblumenöl in Naturseife und Kosmetik

Sonnenblumenöl bei der Seifenherstellung und in Cremes

Seife selber machen – so geht’s

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Kreative Seifen einfach selber machen

INCI: Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil

Die Sonnenblume ist ein imposantes Gewächs aus der Familie der Korbblütler. Ihren Namen verdankt sie ihrer Eigenheit, ihren Kopf immer in Richtung Sonne zu wenden, um möglichst viele Sonnenstrahlen auffangen zu können. Ihre Samen und das daraus gewonnene Öl sind vielfältig einsetzbar: in der Lebensmittelindustrie, als Pflanzenkraftstoff und auch in der Kosmetik.

Wie Sonnenblumenöl gewonnen wird

Das Öl wird durch Pressung der Samen gewonnen. Kaltgepresstes Öl ist hellgelb, heiß gepresstes rötlich-gelb. Für die Kosmetik relevant gibt es zwei verschiedene Sorten: das natürliche Öl und das Öl einer speziell gezüchteten Sorte, die über weit mehr Ölsäure verfügt (HO: High Oleic), wodurch das Öl stabiler wird. Ernährungstechnisch gesehen ist das natürliche Öl das gesündere. Für verschiedenste andere Zwecke gibt es noch eine Vielfalt an verschiedenen Zuchtpflanzen.

Die Inhaltsstoffe des Sonnenblumenöls

Sonnenblumenöl ist besonders reich an Linolsäure, sie macht fast ¾ des Gesamtfettsäurehaushalts der Samen aus. Diese wirkt antioxidativ und zellschützend, bewahrt daher auch vor vorzeitiger Hautalterung. Auch die anderen Fettsäuren, aus denen das Öl besteht, sind größtenteils ungesättigt. Der im Öl enthaltene Wirkstoff Tocopherol wirkt entzündungshemmend und antioxidativ.

Sonnenblumenöl in der Kosmetik

Sonnenblumenöl ist relativ einfach und kostengünstig herzustellen. Seine Produktionsmenge liegt weltweit sogar an vierter Stelle. Deshalb wird es oft verwendet, um teurere Öle, wie etwa das Mandelöl, zu strecken. Das Öl der Sonnenblumenkerne wird als Basis von Cremes und Lotionen, von Make-Up und auch für Make-Up Entferner verwendet. Sogar wenn man es pur anwendet, ist es ein idealer Make-Up Entferner. Auch als Badezusatz ist das pure Öl geeignet, da es keine öligen Rückstände auf der Haut hinterlässt.

Das Sonnenblumenöl ist auch im Bereich der Kosmetik ein Alleskönner. Es muss nicht unbedingt mit anderen Stoffen vermischt oder nur als Basis verwendet werden, denn das Öl hat selbst viele nützliche Eigenschaften für die Haut.

Durch seine Wirkstoffe ist es entzündungshemmend, es zieht schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm. Deshalb ist Sonnenblumenöl besonders für fettige und zu Pickeln neigende Haut geeignet. Zudem wirkt es zellerneuernd und mindert zu starke Talgproduktion. Es ist sehr mild, gut verträglich und erhöht die Elastizität der Haut. Durch seinen Vitamin E- Gehalt ist es ebenfalls als Anti-Aging-Mittel verwendbar. Es verfügt über wärmende Eigenschaften und ist sogar bei Hautgeschwüren, Rheuma und Gelenkserkrankungen hilfreich.

Wann man es nicht einsetzen sollte

Im Allgemeinen ist Sonnenblumenöl gut verträglich, weshalb man vor Nebenwirkungen keine große Angst haben muss.

Vorsicht ist aber geboten, wenn man unter Couperose (erweiterte Gefäße im Gesichtsbereich) leidet. Die wärmende Wirkung des Öls kann die damit verbundenen Rötungen noch verstärken und ist dadurch kontraproduktiv.

Sonnenblumenöl in Naturseife

Wie bereits erwähnt, besitzt Sonnenblumenöl einen recht großzügigen Anteil Tocopherol. Besonders das α-Tocopherol, das zellschützend wirkt, ist im Sonnenblumenöl enthalten. Das γ-Tocopherol, welches die Pflanze schützt, ist hingegen nur in geringer Menge vorhanden. Dies sorgt dafür, dass Sonnenblumenöl zwar kosmetisch antioxidativ wirken kann, jedoch nicht die eigene Haltbarkeit erhöht. Kurz gesagt: Sonneblumenöl gehört zu den Schnellranzern! Euer Sonnenblumenöl solltet ihr daher immer dunkel, kühl und in geschlossenen Flaschen lagern. Leider macht sich diese negative Eigenschaft des Sonnenblumenöls aber auch in der selbst gemachten Seife bemerkbar. Meine Naturseifen, die mit Sonnenblumenöl hergestellt wurden, ranzten immer bereits nach etwa 6 Monaten. Daher verwende ich das Öl nur noch sehr, sehr sparsam in Naturseifen. Zudem macht Sonnenblumenöl die Seife weich. Aus diesen beiden Gründen empfehle ich eine maximale Einsatzkonzentration von 15% auf die Gesamtfettmenge.

Reine Sonnenblumenölseife

Eine reine Sonnenblumenölseife, die tatsächlich nur aus Sonnenblumenöl und Lauge gesiedet wird, ist weich bis sehr weich und mittelmäßig pflegend für die Haut. Der Schaum einer solchen Naturseife ist üppig und recht feinporig. Duften tut diese Naturseife eher neutral und auch die Eigenfarbe ist unspektakulär ins Weißliche gehend. Empfehlenswert ist es dennoch nicht, da die Naturseife mit 100% Sonnenblumenöl nach wenigen Monaten zu ranzen beginnen würde. Zudem ist eine Naturseife dieser Art nicht angenehm zu verwenden, da sie schmierig ist und niemals richtig fest und griffig werden kann.

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