Algenöl – Feuchtigkeitsspender aus dem Meer

Was Algenöl in Cremes bewirken kann

INCI: Fucus vesiculosus (+ INCI des Basisöls)

Algen werden meist als ungeliebte Nebenerscheinung beim Schwimmen im Badeteich wahrgenommen, dabei wird ihre Natur als wahre Alleskönner verkannt: Meeresalgen haben einen wichtigen Einfluss für die Bindung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Außerdem entsteht aus abgestorbenen Algen, die in die Tiefsee absinken, das für uns so wichtige Erdöl und –gas. Auch für uns Menschen können Algen wertvolle Nährstoffe liefern – sei es als Nahrungsmittel oder im Kosmetikbereich.

Inhaltsstoffe von Algenöl

In der Regel wird Algenöl durch Mazeration von Braunalgen in Sesamöl oder Sojaöl gewonnen und mit einem Konservierungsmittel haltbarer gemacht. Algenöl ist reich an Mineralsalzen, Vitamin B1 und B12 und Aminosäuren. Mineralsalze wirken, je nach Zusammensetzung, direkt auf verschiedene Bereiche des Körpers ein, beispielsweise auf den Sauerstofftransport und den Stoffwechsel. Vitamin B1 kurbelt die Nervenzellen im Körper an, Vitamin B12 wird für alle Wachstumsvorgänge im Körper benötigt und reguliert die Energiespeicherung, das Zellwachstum und die Zellteilung. Aminosäuren nehmen im Körper eine lebenswichtige Rolle ein und sind für die unterschiedlichsten Funktionen verantwortlich, wie beispielsweise für den Muskelaufbau und die Struktur von Haut und Haar.

Anwendung und Wirkung von Algenöl in der Kosmetik

Algenöl ist ein wahrer Feuchtigkeitsspender für die Haut, reguliert die Talgdrüsenfunktion, strafft die Haut und kann Durchblutung und Zellerneuerung fördern. Es ist somit ideal zur Verwendung bei unreiner und fettiger Haut sowie bei reifer und entzündlicher Haut.

Bei Bindegewebsschwäche und Cellulite kann Algenöl direkt auf die Haut aufgetragen und einmassiert werden – durch seine entschlackende Wirkung kann bei regelmäßiger Anwendung ein sichtbares Ergebnis erzielt werden.

Als Bestandteil wird Algenöl in Cremes, Ölbäder oder Massageöle eingearbeitet. Es ist ausreichend, maximal 3% des Öls in eine Creme oder Lotion zu rühren. Zu beachten ist, dass das Öl nicht über 60°C erhitzt werden darf und daher direkt in die abgekühlte Creme gegeben oder aber mit Ölen und Fetten verarbeitet wird, die einen geringen Schmelzbereich haben und somit nicht stark erhitzt werden müssen. Außerdem ist es möglich, dass die Emulsionen aufgrund des hohen Anteils Mineralsalze im Algenöl nicht gut andicken bzw. flüssiger bleiben. Für eine Lotion ist das weniger ein Problem. Bei der Cremeherstellung hingegen sollte mit einem erhöhten Anteil Konsistenz gebender Stoffe gearbeitet werden.

Algenöl beim Seife selber machen

Als Seifenzutat ist Algenöl aufgrund seiner Empfindlichkeit eher weniger geeignet. Wer es dennoch nutzen möchte, sollte Algenöl nur in eingeschmolzenen Seifen verwenden. Eine zu starke Erhitzung des wirkstoffreichen Öls ist zu vermeiden. Besser macht sich Algenöl daher in Massageölen oder Cremes.

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