Sicherheitsregeln bei der Seifenherstellung

Seife selber machen - was zu beachten ist

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Die Seifenherstellung mit Fetten und Lauge zu Hause ist eine tolle Sache, denn Seife selber zu machen ist ein besonders abwechslungsreiches, sinnvolles und auch spannendes Hobby. Jedoch sollte stets die Sicherheit an erster Stelle stehen. Darum ist es sehr wichtig, sich besonders zu Anfang über die nötigen Sicherheitsregeln bei der Seifenherstellung zu informieren. Hat man diese erstmal verinnerlicht, geht die Herstellung der eigenen Naturseifen gleich viel leichter von der Hand und man ist vor Hautschädigungen durch die Lauge und die alkalische Seifenmasse geschützt.

Die Sicherheitsregeln bei der Seifenherstellung – bloß nicht abschrecken lassen

Beim Einholen der ersten Informationen zum Thema Seifenherstellung wird wohl jeder erschrocken überlegen, ob es wirklich eine gute Idee ist, zu Hause Seifen selber zu machen. Denn zu Beginn lesen sich die Sicherheitshinweise – insbesondere zum Umgang mit der Lauge – abschreckend. Es muss aber natürlich klar gesagt werden, dass natürliche Seifen aus Fetten, Ölen und einer Lauge aus Wasser sowie NaOH oder KOH bestehen. Diese Natron- oder Kalilaugen sind für die Verseifung der Fette und Öle unverzichtbar. Einziger Haken: Die Laugen sind ätzend. Sie können sowohl die Haut als auch Augen und Schleimhäute stark schädigen.

Die Seifenherstellung zu Hause sollte daher stets mit Bedacht durchgeführt werden. Für Kinder ist diese Technik der Seifenherstellung auf jeden Fall überhaupt nicht geeignet, denn Kindern kleckert eben schnell mal etwas daneben und die Gefahr ist in diesem Fall einfach zu groß.

Erwachsene sollten sich immer mit einer „Schutzausrüstung“, bestehend aus **Schutzbrille sowie **säurefesten Handschuhen (diese hier habe ich) ausstatten. Der Arbeitsbereich, der ja in der Regel die heimische Küche ist, wird idealerweise mit Zeitungspapier oder Ähnlichem ausgelegt. So schützt man empfindliche Arbeitsflächen und verhindert auch, dass Laugen- oder Seifenleimspritzer in der Küche verteilt werden. Wenn man diese und einige weitere kleine Sicherheitsvorkehrungen beachtet, steht der Seifenherstellung zu Hause aber nichts mehr im Weg.

Seife selber machen – kleine Übersicht

Die Seifenherstellung zu Hause funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip, wobei später Fette, Öle und Wachse, Düfte, Farben und andere Seifenzutaten variieren können. Vorgehen tut man aber immer auf diese Weise:

  • Arbeitsflächen reinigen und eventuell mit Karton, Zeitungspapier oder Tischdecken auslegen
  • Fette schmelzen, Pflanzenöle und gegebenenfalls empfindliche Fette oder Wachse zugeben
  • Sicherheitshandschuhe sowie Schutzbrille anlegen und Fenster für gute Durchlüftung öffnen
  • Lauge herstellen und danach gut abkühlen lassen
  • Kalte Laugenflüssigkeit zu den Fetten geben und mit einem Stabmixer gut vermischen
  • Parfum, ätherische Öle, Kräuter und andere Seifenzutaten zugeben und untermischen
  • Seifenmasse oder Seifenleim vorsichtig in eine bereitstehende Seifenform füllen und abdecken
  • Nach rund 24 Stunden Seife aus der Form holen und weitere 4 bis 8 Wochen reifen lassen

Die wichtigen Sicherheitsregeln bei der Seifenherstellung

Der kurze Überblick der Seifenherstellung hat Anfängern bereits einen kleinen Einblick in die Vorgehensweise der Seifenherstellung gegeben. Natürlich solltest du dich aber ausführlicher mit dem Thema befassen. Dafür findest du unter der Kategorie Seifenherstellung viele Tipps und Informationen. Wer sich genau in das Thema einlesen möchte, kann auch eines unserer ebooks runterladen.

Sicherheitsregeln bei der Seifenherstellung – Herstellung der Lauge

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Kommen wir nun zum eigentlichen Thema: den Sicherheitsregeln bei der Seifenherstellung. Du hast dich im Vorfeld bereits über die Zusammensetzung einer natürlichen Seife informiert und weißt, dass für die Seifenherstellung nicht nur pflegende, natürliche Pflanzenöle, Fette und Wachse, sondern auch eine Lauge nötig ist? Dann weißt du sicher auch, dass die Lauge aus Natriumhydroxid und Wasser (für feste Seifen) besteht. Das Natriumhydroxid (NaOH) wird als weißer kristalliner Stoff geliefert und ist in Wasser löslich. Das NaOH (Ätznatron), in der Regel als Pulver oder in **Form von leicht dosierbaren Mikroperlen zu haben, wird in Wasser zu einer stark alkalischen Lösung. Diese Natriumhydroxid-Lösung ist ätzend und darf auf keinen Fall mit der Haut, den Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommen. Damit dies nicht passiert, legst du VOR jeder Handhabung mit NaOH eine Schutzbrille an. Zum Schutz der Haut müssen Schutzhandschuhe, möglichst Chemikalienschutzhandschuhe, getragen werden.

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Es ist außerdem sinnvoll, langärmlige Kleidung anzuziehen. Am besten bedienst du dich hier an deinen alten Kleidungsstücken oder ziehst ein altes Hemd oder Sweatshirt zum Schutz deiner Kleidung über. Außerdem ist das Tragen eines Mundschutzes sinnvoll, da beim Anrühren der Lauge Dämpfe entstehen, die nicht eingeatmet werden sollen.

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Achte zudem auf eine gute Durchlüftung und öffne dafür möglichst mehrere Fenster, sodass ein leichter Durchzug entsteht. Die Entwicklung der Dämpfe kann verhindert oder gemindert werden, indem das Wasser zum Herstellen der Lauge kalt verwendet wird. Lagere es vor der Herstellung im Kühlschrank. Idealerweise ist mindestens ein Teil der Wassermenge gefroren, denn so heizt die Lauge nicht so stark auf und schädliche Dämpfe bleiben aus. Zudem ist die Lauge auch schneller kühl genug für die Weiterverarbeitung. Und noch ein besonders wichtiger Punkt im Bezug auf das NaOH: Natriumhydroxid muss immer sehr vorsichtig in das kalte destillierte Wasser gegeben werden. Niemals umgekehrt arbeiten, also nie Wasser zu NaOH geben. Denn würde man zuerst langsam das Wasser zum NaOH geben, würde eine stark konzentrierte Natronlauge entstehen, die Hochspritzen und zu Verätzungen führen könnte.

Wichtigste Sicherheitsregel bei der Seifenherstellung: Immer Schutzbrille, Schutzhandschuhe und Mundschutz tragen, wenn in irgendeiner Form mit NaOH oder Natronlauge hantiert wird!

Weitere Punkte, auf die du bei der Handhabung mit der Natronlauge (oder Kalilauge für Schmierseifen) achten musst:

  • Es ist wichtig zu verstehen, wie die nötige NaOH- oder KOH-Menge berechnet werden muss
  • Stets konzentriert arbeiten und sich nicht von Fernsehen, Radio, Kindern, Telefon, etc. ablenken lassen
  • NaOH Kristalle immer langsam und vorsichtig ins destillierte Wasser geben, um ein Hochspritzen des Wassers zu vermeiden
  • Die fertige Lauge sowie sämtliche Zutaten für die Seife (insbesondere Ätznatron) nie für Kinder zugänglich aufbewahren!
  • Kinder nicht in die Seifenherstellung einbeziehen. Für Kinder gibt es andere Möglichkeit, kreative Seifen herzustellen: Kinderseifen selber machen
  • Sollte trotz aller Vorsicht mal ein Laugen- oder Seifenleimspritzer auf die Haut gelangen, spüle die Hautstelle sofort gründlich mit klarem Wasser ab
  • Sollte es passieren, dass Laugenspritzer oder Rohseife ins Auge gelangen, ist ein sofortiges Ausspülen mit klarem Wasser nötig. Geh in diesem Fall auf jeden Fall direkt zum Arzt und lass das Auge untersuchen.

Sicherheit beim Seife selber machen – worauf du noch achten solltest

Es ist immer ratsam, nie spontan und ohne gründliche Vorbereitung zu beginnen. Um Seifen selbst zu machen, bedarf es einfach etwas Wissen und Vorabinformation. Daher ist es unabdingbar, sich die Abläufe der Seifenherstellung genaustens anzusehen und auch zu wissen, mit welchen Rohstoffen gearbeitet wird. Leg vorab ein Rezept fest oder bediene dich an einem einfachen Grundrezept, wie du es zum Beispiel im ebook findest. Stell sämtliche Utensilien, die du für die Seife brauchst, direkt strukturiert und griffbereit zurecht. Und beachte auch, dass nicht nur die Lauge aus NaOH beziehungsweise KOH und Wasser ätzend ist, sondern auch die Rohseife. Also der frische „Seifenleim“, die Seifenmasse, die direkt nach dem Vereinigen und Vermischen von Laugen und Fetten entsteht. Die Verseifung findet nämlich erst nach und nach statt, weshalb die angerührte Seife auch einige Wochen lang reifen muss. Nachdem du die Seifenmasse also in die Seifenform gefüllt und etwa 24 Stunden lang stehen gelassen hast, fasst du die fertige Seife am besten nur mit Handschuhen an. Nach einer „Reifezeit“ von mindestens 4 Wochen ist die Seife dann fertig und ein echtes Pflegewunder für die Haut.

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2 Kommentare

  1. Hallo Irmela,
    ja, das finde ich auch nicht gut, dass irgendwo Seifenrezepte veröffentlicht werden, als würde man lediglich einen einfachen Kuchen backen. NaOH ist eine nicht ungefährliche Substanz und da muss man auch drauf hinweisen. Leider kopieren aber auch viele Internetseiten einfach blind Rezepte und Ideen, ohne das sich der Verfasser wirklich mit dem Thema auskennt. Und so kommen eben auch Rezepte in Umlauf, in denen nicht explizit auf die Gefahren bestimmter Stoffe hingewiesen wird.
    Da hilt nur, gut zu recherchieren, eine übersichtliche Anleitung zu kaufen oder eben einen Kurs zu besuchen.

  2. Ich habe das erste Mal einen Kurs bei der VHS besucht und Rezeptbücher gekauft. Ich lese immer wieder mache dann die probe mit dem Seifenrechner. Vor jahren stand in einer TV-Zeitung ein Rezept für Lavendelseife. Es wurde nicht auf die Sicherheitvorkehrung,wenn mann mit NAOH arbeitet, hingewiesen. Unverantwortlich. Der Kurs, den ich damals belegt hatte hat mir sehr viel Sicherheit gegeben. Oder man sollte bei den ersten zwei drei malen jemanden erfahrenen zur Seite nehmen.

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