Seife selber machen – Anleitung

In diesem Beitrag geht es um die klassische Seifenherstellung: Dem Seife selber machen mit Fetten und einer Lauge. Da es hier zum Thema Laugen und der Sicherheit beim Seife selber machen bereits zahlreiche Artikel gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht auf alle Details eingehen. Es soll hier lediglich eine kurze Übersicht vermittelt werden, wie die Seifenherstellung zu Hause überhaupt abläuft und worauf es ankommt. Wer noch nie Seife hergestellt hat, sollte sich daher erst gründlich durch die Seite Naturseife-und-Kosmetik.de lesen oder einfach direkt das eBook zur Seifenherstellung runterladen. Denn darin ist Step by Step erklärt, wie man zu Hause seine eigenen Seifen sieden kann. Hier erfahrt ihr unter anderem auch, auf welche Sicherheitsregeln geachtet werden sollte und wie man Seife gefahrlos selbst herstellt. Denn da die zu verwendende Lauge ätzend ist, besteht hier natürlich ein leichtes Risiko.

Ganz wichtig ist also: Immer die Sicherheitsregeln beachten und sich gründlich in die Thematik einlesen!

Was braucht man alles zum Seife selber machen?

Das hängt natürlich auch davon ab, was für eine Seife man herstellen möchte. Es gibt zum Beispiel verschiedene Techniken, um Seifen zu marmorieren, man kann außerdem Blüten, Kräuter und andere Bestandteile zugeben. Bei solchen Seifenrezepten braucht man in der Regel noch einige zusätzliche Behälter, Löffel, etc. Für ein einfaches Seifenrezept – ohne viel Schnickschnack – reichen jedoch folgende Utensilien aus:

  • ein Kochtopf aus Edelstahl zum Schmelzen der Fette, alternativ kann auch Omas alter Topf mit Emaille-Beschichtung verwendet werden
  • ein hitzebeständiges Gefäß zum Mixen der Lauge
  • ein kleiner Plastikbecher (Joghurtbecher, etc.) zum Abwiegen des NaOH
  • eine digitale Küchenwaage
  • ein Kochlöffel aus Plastik
  • ein Teigschaber ist ebenfalls praktisch
  • ein Stabmixer mit Edelstahlmesser (kein Aluminium)

Für die Sicherheit:

  • ein Paar Gummihandschuhe, die möglichst bis zu den Ellenbogen reichen sollten
  • eine Schutzbrille
  • ein Kittel oder Schürze

Was sonst noch praktisch und wichtig ist:

  • eine Rolle Küchenpapier sollte immer bereitstehen
  • altes Zeitungspapier zum Abdecken der Arbeitsfläche
  • ein großes altes Handtuch oder ein alter Bettbezug
  • eine Form für die Seife (Silikon-Backform, Seifenform, etc.)
  • Frischhaltefolie

Es sollten generell keine Behälter aus Aluminium verwendet werden. Zudem ist es wichtig, dass die Utensilien später nicht weiterverwendet werden – nur noch für die Seifenherstellung. Als den Topf anschließend bitte nicht mehr zum Kochen der Suppe verwenden 😉

Wichtige Utensilien für die Seifenherstellung: Topf aus Edelstahl, Stabmixer, Löffel, Messbecher, Waage.

Wichtige Utensilien für die Seifenherstellung: Topf aus Edelstahl, Stabmixer, Löffel, Messbecher, Waage.

Und so wird die Seife hergestellt

Für den Anfang sollte man immer auf ein einfaches Seifenrezept zurückgreifen – möglichst ohne exotische Öle und Fette sowie weitere Bestandteile. Wenn man auf Düfte verzichtet, dickt die Seifenmasse auch weniger schnell an und man ist nicht gezwungen, sehr zügig zu arbeiten. Mehr dazu kann man aber in unserem eBook nachlesen. Ein Beispielrezept für den Anfang könnte zum Beispiel so aussehen:

  • 250g Olivenöl
  • 250g Kokosöl
  • 250g Palmöl
  • 250g Rapsöl
  • 137g NaOH bei 7% ÜF
  • 330g kaltes destilliertes Wasser
  • etwas Tonerde zum Färben

Dies ist ein sehr ausgewogenes Seifenrezept, das als sogenanntes 25er Rezept für Anfänger empfohlen wird.

Seife selber machen – jetzt geht’s los

Arbeitsweise unter Beachtung der Sicherheitsregeln. Bitte immer mit Handschuhen und Schutzbrille arbeiten und die Kleidung vor Spritzer schützen!

  1. Zuerst wiegt man die festen Fette, in diesem Fall also Palmöl und Kokosöl, in einem Topf ab und stellt den Topf anschließend auf die Herdplatte. Die Fette können nun bei geringer Hitze langsam schmelzen.
  2. Sobald die Fette vollständig geschmolzen sind, muss nur noch der Topf von der Herdplatte gezogen werden. Im Anschluss können die Öle zugegeben werden.
  3. Den Topf mit der Fett/Ölmischung stellt man an die Seite und beginnt dann damit, die Lauge herzustellen: Dafür wird das Ätznatron (NaOH) ganz vorsichtig in dem separaten Behälter (Joghurtbecher) abgewogen. Dabei sollte man aufpassen, dass nichts daneben geht!
  4. Jetzt nimmt man das hitzebeständige Gefäß zur Hand und wiegt hierin das destillierte Wasser ab. Wichtig: Da es bei der Laugenherstellung zu einer starken Hitzeentwicklung kommt, sollte das Wasser möglichst sehr kalt sein.
  5. Das abgewogene Ätznatron muss nun sehr langsam und sehr vorsichtig zum Wasser in das Gefäß rieseln gelassen werden. Bitte immer daran denken: NaOH-Kristalle stets in das Wasser geben, nie umgekehrt!
  6. Lauge und Fette müssen nun abkühlen. Je kühler beide Komponenten sind, desto leichter lässt sich später arbeiten. Wenn man sehr warm arbeitet, dickt der Seifenleim schneller an. Das sollte insbesondere bei aufwendigen Marmoriertechniken vermieden werden. Ein Beispiel für eine solche Marmoriertechnik ist der sogenannte Spoon Swirl.
  7. Wenn beide Komponenten abgekühlt sind (wenn man ein Thermometer zur Hand hat, wäre die ideale Temperatur etwa 25 bis 35°C), wird die Lauge direkt zu den Fetten in den Topf gegeben. Bitte auch bei diesem Schritt sowie bei allen weiteren Schritten mit Handschuhen und Schutzbrille arbeiten.
  8. Die Masse wird jetzt langsame gerührt und dann mittels Stabmixer zum Andicken gebracht. Die Konsistenz sollte etwas an Pudding erinnern. Dann ist der Seifenleim genau richtig gerührt, um ihn in die bereitgestellte Seifenform zu gießen.
  9. Wenn die Seife gefärbt werden soll, muss man die Tonerde zum Seifenleim geben, wenn die Masse etwas angedickt ist.Und hier noch die genaue Anleitung mit Bildern. (Bitte Bilder anklicken)

Die Seifenform sollte sorgfältig mit Frischhaltefolie abgedeckt werden. So kann man der Entstehung von Sodaasche meisten vorbeugen. Danach ist es ratsam, die Seifenform in alten Handtüchern einzuckeln. So wird der Masse von außen viel Hitze zugeführt, die wiederum die sogenannte Geldphase fördert.

Seife selber machen? Nichts leichter als das!

Cover_HauptBookDir hat dieser Artikel gefallen und du möchtest gerne deine eigenen natürlichen Seifen herstellen? Dann lad dir doch das Naturseife-und-Kosmetik eBook “Kreative Seifen einfach selber machen” herunter und beginne noch heute mit dem Selbermachen der ersten Seife. Im eBook über die Seifenherstellung findest du alles, was du zum Thema wissen musst (und noch vieles mehr). Dazu erhältst du außerdem die kostenlosen Zusatz-Ratgeber der Fette und Öle, der ätherischen Öle und der Seifenrezept. Und hier geht es direkt zum eBook:

Kreative Seifen einfach selber machen

banner