Johanniskrautöl – mystischer Alleskönner

Johanniskrautöl in Cremes

Johanniskraut, Rotöl
© M. Schuppich - Fotolia.com

INCI: Caprylic / capric triglyceride, Hypericum perforatum (Meist mit neutralem Öl verarbeitet)

Das Johanniskraut zählt zur Familie der Hartheugewächse. Es entwickelt seine volle Blüte von Juni bis August, die wunderschön orange-gelb leuchtet. Das Johanniskraut ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt – ihm wird nachgesagt, die Sommersonne in seinen Blättern einzufangen und diese im Winter an die Menschen abzugeben. Den meisten Menschen ist Johanniskraut vor allem zur Behandlung von Depressionen ein Begriff. Hier wird die Pflanze vor allem in Form von Tabletten angeboten.

Herstellung und Wirkung von Johanniskrautöl

Blätter, Blüten und Knospen des Johanniskrauts werden zerkleinert und in kaltgepresstes, Nutralöl, Oliven– oder Sonnenblumenöl eingelegt. So geben die Pflanzenteile etwa fünf bis sechs Wochen ihre Wirkstoffe in das Öl ab. Danach kann der Ölauszug verwendet werden. Durch den Bestandteil Hypericin erhält der Ölasuzug übrigens eine rötliche Farbe.

Johanniskraut enthält einen besonders hohen Anteil an Hyperforin. Dieser Inhaltsstoff wirkt stark auf das menschliche Nervensystem und sorgt dafür, dass das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wiederhergestellt wird. So hat das Kraut eine stimmungsaufhellende, angstlösende und antidepressive Wirkung. Johanniskraut enthält außerdem Gerbstoffe, die positiv auf menschliche Haut wirken.

Verwendung vom Johanniskrautöl

Insbesondere in Kombination mit Mandelöl hat Johanniskrautöl eine außergewöhnlich positive Wirkung auf trockene, schuppige Haut. Selbst Erkrankungen wie etwa Fieberblasen, Neurodermitis oder Gürtelrose können gut mit dem wertvollen Öl behandelt werden. Direkt eingerieben, lindert Johanniskrautöl außerdem Schmerzen bei Gicht, Prellungen oder Menstruationsbeschwerden. Auf die Psyche hat Johanniskrautöl eine schlaffördernde, entspannende und antidepressive Wirkung. Außerdem wirkt das Öl durchblutungsfördernd und soll sogar straffende Eigenschaften aufweisen.

Johanniskraut ist aber nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich anwendbar. Da das Öl entzündungshemmend wirkt, können etwa Entzündungen der Schleimhaut sowie Geschwüre im Magen-Darm-Bereich behandelt werden. Zur Stärkung der Nerven ist die Einnahme von einem Teelöffel Johanniskrautöl empfehlenswert.

Achtung:

Bei innerlicher Anwendung ist unbedingt auf eine sehr gute Qualität des Öls zu achten. Am besten sollte das Öl in diesem Fall in der Apotheke gekauft werden.

Wenn das Öl äußerlich aufgetragen wird, sollte direkt danach auf Sonneneinstrahlung verzichtet werden. Johanniskrautöl erhöht nämlich die Lichtempfindlichkeit der Haut.

 

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