Seifenkraut – das natürliche Waschmittel für feine Stoffe (mit Rezepten)

Wäsche waschen mit Seifenkraut

Im lateinischen heißt das Seifenkrauts Saponaria officinalis. Es gehört zur Gattung der Nelkengewächse. Andere Namen dieser Pflanze sind auch Seifenwurz oder Wachwurz. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Seifenkrauts bilden die Saponine, von welchen sich auch der Name ableitet. (mehr zum Thema könnt ihr hier und hier nachlesen).

An fließenden Gewässern und in Gärten findet man es häufig. Die zarten weißlichen Blüten erscheinen erst im Hochsommer. Die Pflanze kann zwischen 0,70 m und 1 m hoch werden. Die Saponine sorgen für den starken Schaum und sie befinden sich in der dicken rübenartigen Wurzel. In der Vergangenheit verwendete man es vor allem zum Wäschewaschen. Dazu wurde eine Abkochung der Wurzel benutzt. Beim Waschen reinigt es zwar nicht so gründlich wie unsere gewohnten chemischen Waschmittel, aber es schont das Gewebe und man braucht keinen Weichspüler mehr. Heutzutage empfiehlt man den Sud vor allem zum Waschen feiner Seidenstoffe. Restaurationswerkstätten benutzen eine Seifenkrautlösung auch heute noch zur Reinigung von antiken Polstern und Textilien. Die Ernte des Seifenkrauts ist übrigens das ganze Jahr über möglich.

Rezept für eine milde Seife zum Waschen von Körper und Haaren

Dazu werden circa 100 Gramm Rinde, Wurzeln und Blätter des Seifenkrautes gebraucht. In einen halben Liter abgekochtes Wasser gibt man Rinde, Wurzeln und die Blätter. Nun sollte alles ohne Deckel weiterkochen, damit die Flüssigkeit zur Hälfte verdampfen kann. Danach alles durch ein Sieb abfiltern und schon ist eine hautfreundliche Seife für Körper und Haare fertig. Gerne lassen sich auch – je nach gewünschter Wirkung oder Duft – andere Kräuterbestandteile zumischen. Rosenblüten zum Beispiel, sorgen für einen wunderbaren blumigen Duft. Und durch die Beigabe von Ringelblumenblüten wird das Produkt besonders sanft und hautfreundlich.

Tipp: Die Wurzel muss beim Abkochen recht klein geschnitten werden, damit entfaltet sich die Waschwirkung um so besser.

Rezept für ein Shampoo mit Seifenkraut

  • 3 EL geschnittenes Seifenkraut
  • 1-2 Handvoll Kräuter (Rosen, Ringelblumen, Lavendel, Rosmarin …. je nach gewünschter Wirkung)
  • 200ml Wasser

Und so wird es gemacht:

  1. Das Wasser einmal abkochen und dann kurze Zeit abkühlen lassen.
  2. Nun das noch heiße Wasser über die ausgewählten Kräuter, Blüten und das Seifenkraut geben.
  3. Das Ganze wie einen Tee ziehen lassen, etwa 30 Minuten genügen.
  4. Das Shampoo schäumt zwar nicht, reinigt die Haare aber auf sanfte und natürliche Weise. Wichtig ist, dass ihr das Shampoo nicht zu lange aufbewahrt, da es keine Konservierung enthält. Lieber alle paar Tage ein frisches Shampoo herstellen!

Seife selber machen mit Seifenkraut?

Man kann das Seifenkraut auchSeifenkraut in Seife beim Seife selber machen nutzen. Der aus dem Kraut hergestellte Sud kann zum Anrühren der Lauge verwendet werden. Man kann also ein Art Teeaufguss herstellen, 30 Minuten ziehen lassen und dann möglichst kaltstellen. Im Anschluss ist es problemlos möglich, die Lauge mit diesem Aufguss anzurühren. Als Alternative kann das getrocknete Seifenkraut auch vermahlen und in den Seifenleim eingearbeitet werden (gibt eine satte grüne Farbe).

Seifenkraut als Naturmedizin

Die Nutzung als Kosmetikum oder Waschmittel ist nun jedem bekannt. Aber Seifenkraut kann noch vieles mehr. Äußerlich wirken Umschläge und Waschungen sehr gut bei Hauterkrankungen, vor allem wenn man noch Tee aus Kamillenblüten zu gibt. Waschungen helfen ebenfalls sehr gut bei fleckiger Haut. Des Weiteren lassen sich gute Ergebnisse aus Umschlägen mit der Wurzelabkochung bei Pilzinfektionen erzielen. Früher verwendeten es arabische Ärzte sogar bei Lepra.

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