Zitronensäure in Naturseifen – Seife selber machen und die Bildung von Kalkseife

Seife selber machen und Kalkseife

Seife selber machen – so geht’s

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Sicher kennen das die meisten, die Seife selber machen und hartes Leitungswasser haben. Durch die Verwendung von selbst gemachten Naturseifen in solchem Wasser können Kalkseifen entstehen. Hierunter versteht man schwer lösliche Magnesium- und/oder Calciumsalze langkettiger Fettsäuren. Diese können sich an Abwasserrohren und im Waschbecken absetzten. Die sich bildenden Beläge sind schwer zu entfernen und im Waschbecken zudem äußerst unschön.

Seife selber machen – warum mit Zitronensäure?

Zitronensäure wird im Haushalt oft als Entkalker verwendet. Diese Funktion hat sie auch in selbst gemachten Seifen, denn die Wirkung der Naturseife wird durch hartes und kalkhaltiges Wasser stark beeinträchtigt. Sie kann sogar ihre Waschwirkung vermindern oder verlieren. Während in industriell hergestellten Seifen synthetische Zusätze verwendet werden, um die sogenannten Kalkseifen zu verhindern, setzt man beim Seife selber machen Zitronensäure zu. Dadurch behält die Seife ihre guten Wascheigenschaften und es wird verhindert, vor allem bei selbst gemachter Naturseife, dass sich in Waschbecken und Badewannen Kalkränder bilden und Kalkbeläge in den Abflussrohren. Diese synthetischen Zusätze trocknen jedoch die Haut aus, während selbst gemachte Seifen mit Zitronensäure rückwettend wirken. Zitronensäure wirkt in Naturseifen also als Komplexbildner und ist ein gutes Mittel, die störenden Kalkseifen zu verhindern.

Was sind Kalkseifen?

Sicher hat jeder schon einmal erlebt, dass nach dem Baden, Duschen oder Waschen in Badewanne oder Becken schmierige Seifenränder zurückbleiben. Sie entstehen bei hartem, kalkhaltigem Wasser immer dann, wenn Naturseifen ohne Komplexbildner verwendet werden. Generell ist dies ein Nachteil bei den selbst gemachten Seifen. Diese Rückstände, die sich also bilden, werden wie bereits erwähnt als Kalkseifen bezeichnet. Um sie zu vermeiden, setzt die Industrie den synthetischen Zusatzstoff EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure ) ein, der aber biologisch schlecht abbaubar ist. Wer seine Seife selber machen möchte, um eine reine Naturseife zu erhalten, kann mit dem Zusatz von Zitronensäure als Komplexbildner diese Kalkseifen verhindern.

Seife selber machen mit Zitronensäure

Bei der Herstellung von Seife wird Natronlauge zur Verseifung verwendet. Kommt diese mit der Zitronensäure in Verbindung, entsteht Natriumcitrat. Dabei muss beim Hantieren mit der Zitronensäure und der Lauge äußerst vorsichtig umgegangen werden. Am besten wird die Zitronensäure in der angegebenen Wassermenge in einem hohen Becher oder Topf, der im kalten Wasserbad steht, unter Rühren gut aufgelöst. Danach die Lauge portionsweise ganz langsam zugeben. Dabei sehr vorsichtig sein, es kann spritzen und überschäumen. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann wie im Rezept angegeben weiter gearbeitet werden.

Wichtig: Bitte nie umgekehrt arbeiten. Gibt man die Zitronensäure zur angerührten Laugen, kann die Flüssigkeit anfangen zu kochen und zu spritzen.

Wie viel Zitronensäure für die Naturseife

Wenn ihr Die Menge der Zitronensäure ist abhängig von der Wasserhärte. Beachten solltet ihr auch, das ein kleiner Teil des NaOHs durch die Reaktion zu Natriumcitrat neutralisiert wird. Beachtet bitte, dass der Verseifungswert von Zitronensäure etwa 0,6 Beträgt und dieser bei der Berechnung der NaOH-Menge miteinbezogen werden muss.

Was die Einsatzmenge angeht, muss beim Seife selber machen ausprobiert und experimentiert werden. Teilweise kann eine Einsatzkonzentration von 2 bis 3 Prozent (bezogen auf die Fettmenge) ausreichend sein. Ich verwende beispielsweise immer mindestens 5 Prozent Zitronensäure bei einer Wasserhärte von 3.

Kleiner Tipp: Wer auch seine Haare mit der selbst gemachten Naturseife wäscht, sollte ausreichend Zitronensäure zugeben, dadurch werden die Haare weich und glänzend.

2 Kommentare zu Zitronensäure in Naturseifen – Seife selber machen und die Bildung von Kalkseife

  1. Elodielle // 2013 um 12:45 am // Antworten

    Wenn ich nach deiner Methode gehen würde, dass 5% Zitronensäure in der Seife 3°dH auflösen, müsste meine Seife zu einem Viertel aus Zitronensäure bestehen. Kann man das machen oder wird das nix?

    • Steffi // 2013 um 9:23 am // Antworten

      5% bezogen auf die Gesamtfettmenge – so steht es im Text. Ich verwende 5& bei einer Wasserhärt von 3. Macht in einer Seite mit beispielsweise 100g Fetten lediglich 5g Zitronensäure aus. Oder verstehe ich die Frage falsch.
      mfg

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