Eine Seife selber machen, die deine Haut garantiert verschönert

So machst du Seifen selbst

Seife selber machen, die die Haut verschönert? Seife ist heutzutage nicht nur ein einfaches Reinigungsprodukt. Denn wir können unsere Haut mit Seife waschen und gleichzeitig den Hautzustand verbessern und die Haut so verschönern. Dafür muss man sich allerdings etwas über das Thema der Seifenherstellung informieren und die passenden Inhaltsstoffe für die eigene Haut herausfiltern. Hat man die richtigen Zutaten für die Seife gefunden, lässt sich eine hautverschönernde Seife selber machen. Ich möchte dir hier eine Übersicht über die verschiedenen Seifentypen geben, die deine Haut verbessern können. Dazu erkläre ich, wie du zu Hause deine persönliche Seife selber machen kannst:

Eine kurze Zusammenfassung für den Anfang: Wie macht man Seife selber?

Seife, was ist das eigentlich? Eine kaltgerührte Seife ist ein Produkt mit langer Tradition.

Seifen entstehen durch Verseifung, wofür Fette und Öle mit Natronlauge vermischt werden. Nach dem Mischen kommt die Verseifung in Gang. Die Natronlauge verseift die vorhandenen Fette und Öle (Lipide) und macht aus ihnen Seife. Natronlauge stellen wir selbst her, nämlich aus NaOH und Wasser. Durch die Zugabe von Natronlauge entstehen feste Seifen.

Eine Alternative ist die Verseifung mit Kalilauge. Kalilauge wird aus KOH (Kaliumhydroxid) und Wasser hergestellt. Verseifen wir Kalilauge mit Ölen und Fetten, entstehen weiche Seifen, die Schmierseifen.

Du findest hier auch eine genaue Schritt für Schritt Anleitung zum Seife selber machen.

Doch vorher möchte ich auf einige Punkte eingehen:

Selbst gemachte Seifen tun der Haut gut

Du möchtest deine Seifen selber machen? Das ist eine tolle Idee, denn selbst gemachte Seifen sind nicht nur voll im Trend, sondern sie tun unserer Haut auch noch extrem gut.

Warum das so ist? Das liegt an der Zusammensetzung natürlicher Seifen. Da beim Seife selber machen ausschließlich rein natürliche Inhaltsstoffe benutzt werden, machst du mit einer handgemachten Naturseife nichts falsch. Daneben verfügen handgerührte Seifen über einen Fettüberschuss. Dieser pflegt die Haut beim Reinigen und verhindert das Austrocknen der Haut. Der Fettüberschuss (Überfettung / Laugenunterschuss) wird übrigens gewollt einkalkuliert und du kannst ihn zumindest ungefähr selbst festlegen. Wünschst du dir eine gut rückfettende Seife, dann kannst du einen Fettüberschuss von etwa 8 bis 10 % einplanen.

Beim Verseifen wird außerdem Glycerin frei. Es bindet Feuchtigkeit, durch die behält die Haut also trotz einer intensiven Reinigung Fett und Feuchtigkeit.

Selbst gemachte Seifen sind gut, weil:

  1. sie aus natürlichen Zutaten bestehen, überwiegend aus wertvollen pflanzlichen Ölen und Fetten
  2. anders als bei chemischen Tensiden die Haut nicht entfettet wird und austrocknet
  3. Seifen der Haut beim Waschen Fett spenden
  4. sie mit beim Verseifen entstehenden natürlichen Glycerin die Hautfeuchtigkeit bewahren

Viele Nutzer sind oft überrascht, wie gut ihnen die natürliche Seife tut. Waschgele, Duschcremes und Co. trocknen die Haut wegen der zugesetzten Tenside und anderer synthetischer Substanzen schnell aus. Beim Waschen mit einer selbst gemachten Seife passiert das Gegenteil: Die Haut wird glatt und weich. Trockene Haut verschwindet.

Lavendelseife mit ätherischem Lavendelöl – selbst gemacht

Seife selber machen – Die Seife dem Zustand der Haut anpassen

Du weißt jetzt also, dass natürliche Seife der Haut enorm viel Gutes leistet. Mit den passenden Zutaten für deine Seife kannst du deinem Pflegeprodukt aber noch weitere Power verleihen. So kannst du deine Haut verschönern oder deinen Hautzustand verbessern.

Hier gibt es zum Beispiel die Milchseifen. Sie enthalten Milch, etwa Kuhmilch, Ziegenmilch oder Schafmilch. Oder sie enthalten ein Milchprodukt. Vielen Seifen wird zum Beispiel Quark oder auch Sahne zugegeben. Milch- und Milchprodukte versorgen die Haut mit Fett und machen sie weich. Außerdem bekommt die Seife durch Milch einen noch schöneren, feincremigen Seifenschaum.

Interessant bei Hautproblemen sind Salzseifen und Soleseifen. Salzseife wird eine große Menge Salz beigemischt. Soleseifen enthalten ebenfalls Salz, jedoch in geringerer Konzentration. Bei Soleseifen stellt man eine gesättigte Sole her, die als Grundlage für die selbst gemachte Seife dient.

Salzseifen und Soleseifen sind wirklich ganz tolle Seifen zur Verbesserung des Hautzustands bei Akne, unreiner Haut und sogar bei Neurodermitis. Sie helfen, Feuchtigkeit zu binden, spenden Mineralien und Spurenelemente und wirken gegen Entzündungen. Wenn du zum Beispiel mit Akne zu kämpfen hast, solltest du eine Salzseife ausprobieren.

Weitere Zutaten und Überfettung

Bei trockener und empfindlicher Haut tun vor allem stark überfettete Seifen gut. Sie enthalten oft sehr reichhaltige, wertvolle Pflanzenöle wie Avocadoöl, Olivenöl oder Sheabutter. Diese Seifen haben eine Besonderheit: sie enthalten viel weniger Lauge, als für die Verseifung notwendig ist. Das nennt man Laugenunterschuss oder Überfettung. Es sind also nicht alle Fette und Öle vollständig verseift. Sie bleiben als pflegende Komponente übrig und pflegen die Haut damit beim Waschen von Händen und Körper.

Übrigens: Egal, ob die Seife für sehr trockene Haut oder fettige Haut gesiedet wird, einen Fettüberschuss (Überfettung oder Laugenunterschuss) planen wir bei jeder Hautreinigungsseife ein. Der Anteil der Überfettung kann bei trockener Haut jedoch erhöht werden. So wird die trockene Haut beim Waschen gepflegt.

Seife auf die Haut abstimmen

Das waren einige Beispiele spezieller Seifen für verschiedene Hauttypen und Hautprobleme. Daneben gibt es aber noch jede Menge andere Möglichkeiten, um selbst gemachte Seifen auf spezielle Hautprobleme abzustimmen. Ich möchte hier zum Beispiel Tonerden nennen. Sie sind ein toller Seifenzusatz in Seifen für Problemhaut mit Akne und Pickeln. Und natürlich kannst du deiner Seife noch viele andere Zutaten beimischen, um einen tollen Effekt zu bekommen:

  • Heilerde für einen leichten Peelingeffekt und zum klären der unreinen, fettigen Haut
  • Schlamm aus dem Toten Meer ist mineralstoffreich und pflegt daher die Haut
  • Ghassoul, Wascherde und Laverde
  • ätherische Öle für einen tollen Duft und eine spezielle Wirkung auf die Haut (ätherische Öle können je nach Ausgangssubstanz Entzündungen hemmen, toniseren,sensible Haut beruhigen und vieles mehr)
  • Farben und Düfte für deine persönliche Lieblingsseife
  • Kräuter und Blüten zum Peelen oder Verschönern

Welche Seife für welche Haut?

Hauttyp / HautzustandSeifentyp
Trockene HautStark überfettete Seifen, Milchseifen, Olivenölseifen und viele andere
Fettige HautGanz toll sind Salzseifen, Soleseifen, Tonerde-Seifen
Akne und PickelSalz- und Soleseifen, Tonerde-Seifen, Schlammseifen, Kernseife
Psoriasis und NeurodermitisSeifen mit hoher Überfettung und wenigen Zusätzen, duftfreie Seifen, Salzseifen und Soleseifen
Seife passend zum Hauttyp

Zutaten für die Seifenherstellung

Wenn du eine natürliche Seife im sogenannten Kaltrührverfahren sieden möchtest, dann brauchst du zwingend eine Lauge. Wahrscheinlich möchtest du eine feste Seife selber machen. Für feste Seifen benötigen wir eine Lauge aus NaOH und Flüssigkeit. Anfangs stellt man die Lauge aus NaOH und Wasser her. Später kann die Flüssigkeit zum Beispiel auch Milch sein.

Pflanzenöle und Fett sowie tierische Fette als Seifenzutaten

Pflanzliche Öle und Fette sowie Butter und Wachse stellen die Grundlage der Seife dar. Beliebte Pflanzenöle für natürliche Seifen sind unter anderem Olivenöl, Mandelöl, Rapsöl, Aprikosenkernöl und viele mehr. Diese Öle verleihen der Seife einen pflegenden Charakter und sorgen in Kombination mit festen Fetten, Butter und Wachsen dafür, dass die selbst gemachte Seife eine gute Konsistenz bekommt.

Wir unterscheiden Basisfette, Basisöle und Pflegeöle. Die Basisöle sind zum Großteil stabile Öle, die lange halten. Spezielle Pflegeöle sollten dagegen immer in geringer Menge eingesetzt werden, da sie die Seifen oft weich machen und / oder zum schnellen ranzig werden neigen.

Selbst gemachte Olivenölseife

Eine weitere Basiszutat der Seifen sind die Schaumfette. Hier nutzen wir vor allem Kokosöl, Babassuöl und Palmkernöl. Schaumfette machen unsere Seife angenehm hart und sie sorgen beim Waschen für den entstehenden Schaum. Warum das so ist? Sie besitzen in ihrer chemischen Struktur überwiegend kurzkettige Fettsäuren. Und diese mischen sich besonders gut mit Wasser. Diese Eigenschaft sorgt sowohl für Schaum als auch für eine große Reinigungskraft. Schaumfette sind also auch für die Reinigungswirkung wichtig.

Trotz der positiven Eigenschaften der Schaumfette müssen wir sie mit anderen Ölen und Fetten kombinieren. Denn ein zu hoher Anteil an Schaumfetten kann die Haut zu stark reinigen und ihr somit Fette und Feuchtigkeit entziehen. Aus diesem Grund kombinieren wir die Schaumfette mit Basisfetten. Basisfette sorgen beim Seife selber machen für angenehm feste Seifen. Sie machen die Seifen stabiler, sodass sie beim Waschen und beim Wasserkontakt nicht weich und schmierig werden. Zu diesen Basisfetten zählen unter anderem die wunderbare Sheabutter, Kakaobutter, Palmfett, Mangobutter und Cupuacubutter.

Wie du siehst, nutzen wir beim Seife selber machen also nicht nur ein einzelnes Öl oder Fett, sondern im Idealfall eine Kombination verschiedener Lipide. Ausnahmen werden hier natürlich dennoch gemacht. So gibt es zum Beispiel reine Olivenölseifen. Oder Seifen, die nur aus zwei oder drei Zutaten bestehen. Wie etwa die beliebte Aleppo Seife oder reine Olivenölseifen. Mehr dazu findest du im ebook oder auf naturseife-und-kosmetik.de.

Überblick über die Fette und Öle für eine Seife

SchaumfetteBasisfetteBasisölePflegeöleSchaumbooster
KokosölCupucubutterArikosenkernölArganölRizinusöl
BabassuölKakaobutterAvocadoölDistelöl 
PalmkernölMangobutterErdnussölHanföl 
 Palmöl / PalmfettHaselnussölSchwarzkümmelöl 
 SheabutterLorbeerölSojaöl 
  MacadamiaölWalnussöl 
 GänseschmalzMandelölWeizenkeimöl 
 RindertalgOlivenölNachtkerzenöl 
 SchweineschmalzRapsöl  
 StraußenfettReiskeimöl  
  Sesamöl  
  Sonnenblumenöl  
So wird die Seife zusammengesetzt

NaOH und Lauge sowie KOH

Grundzutat einer selbst gemachten Naturseife sind also Fette und Öle in verschiedener Mischung. Damit diese Fette und Öle verseift werden können, brauchen wir eine Lauge. Um eine feste Seife selber zu machen, setzen wir Natronlauge ein. Natronlauge besteht aus Wasser und Natriumhydroxid (NaOH). Aus NaOH-Kristallen oder Plättchen stellen wir zusammen mit dem Wasser die Lauge her.

Die Laugenmenge wird aus den Verseifungszahlen der verwendeten Öle und Fette im Seifenrezept errechnet. Jedes Fett und jedes Öl besitzt eine eigene Verseifungszahl. Sie gibt an, wie viel NaOH oder KOH gebraucht wird, um das gesamte Fett oder Öl zu verseifen. Da die Verseifungszahlen je nach Qualität der Öle und Fette schwanken,

gehen wir von einem Mittelwert aus. Als Sicherheitspuffer dient die Überfettung. Das heiß, wir belassen immer einen gewissen Teil der Fette unverseift. Man geht also nicht von einer 100 %igen Verseifung aus. So bleibt etwas freies Fett über, das dafür sorgt, dass die selbst gemachte Seife nicht zu scharf ist und zudem pflegt der Überschuss an Fett die Haut. Mehr dazu kannst du im Artikel Überfettung / Laugenunterschuss nachlesen.

Faustformel: Je höher der Fettüberschuss, also die Überfettung, desto pflegender die Seife.

Übrigens, die Berechnung der Überfettung ist langwierig und oft fehlerbehaftet. Darum nutzt so gu wie jeder Seifensieder einen Seifenrechner. In den Seifenrechner werden die Öle und Fette eingetragen, dann die gewünschte Überfettung angegeben. Der Seifenrechner berechnet nun automatisch in Sekunden die nötige Menge Lauge.

Regenbogenseife selber machen
Selbst gemachte Seife – meine selbst gemachte Regenbogenseife

Lauge herstellen – Das geht so:

Lauge ist ätzend. Aus diesem Grund muss beim Seife selber machen immer mit einer geeigneten Schutzausrüstung gearbeitet werden. Dazu gehören die Schutzbrille zum Schutz der Augen sowie feste, möglichst lange Gummihandschuhe. Haushaltshandschuhe reichen in der Regel aus. Du kannst deine Kleidung vor Laugen- oder Seifenspritzern schützen, indem du einen Kittel, ein altes Hemd oder T-Shirt überziehst.

Zusammenfassung:

  1. Beim Anrühren der Lauge und beim Seife selber machen immer eine Schutzbrille tragen
  2. Feste Handschuhe schützen die Haut vor Laugenspritzern und frischer Seife
  3. Kittel oder alte Kleidung anziehen

Arbeite beim Anrühren der Lauge immer in der Spüle deiner Küche. Denn hier ist es kein Problem, sollten mal einige NaOH-Plättchen danebenfallen oder gar etwas Lauge verschüttet werden. Dann einfach mit viel kaltem Wasser nachspülen. Da beim Herstellen der Lauge Dämpfe entstehen, öffne am besten das Fenster.

Tipp: Wenn du sehr kalt arbeitest, kannst du die starke Dampfentwicklung verhindern. Idealerweise wird ein Teil des Wassers für die Lauge vorab eingefroren, zum Beispiel in kleinen Eiswürfelbehältern. Man benutzt zum Anrühren der Lauge also einen Teil gefrorenes Wasser und einen Teil flüssiges Wasser.

Und so stellst du die Lauge für die Seifenherstellung her:

  1. Es wird immer destilliertes Wasser verwendet!
  2. Am Vortag etwa die Hälfte des Wassers in Eiswürfelzubereitern einfrieren
  3. Die andere Hälfte des Wassers in einem laugenfesten Gefäß abwiegen
  4. Spätestens jetzt die Schutzausrüstung anziehen
  5. NaOH-Plättchen in einem separaten Behälter abwiegen (zum Beispiel einem kleinen Becher, ausgespültem Joghurtbecher, etc.)
  6. Nun die Eiswürfel zum restlichen Wasser geben
  7. NaOH dann langsam nach und nach ins Wasser rieseln lassen, zwischendurch rühren
  8. So lange rühren, bis das gesammte NaOH gelöst ist
  9. Lauge in der Spüle stehen und abkühlen lassen

Gar nicht so schwer, oder? Die meisten neuen Seifensieder haben anfangs große Scheu vor dem Herstellen der Lauge. Diese verfliegt aber schnell, sobald man das Ganze ein- oder zweimal gemacht hat. Wenn du wie oben beschrieben arbeitest und an Schutzbrille, Handschuhe und den richtigen Ort zum Anrühren denkst, kann nichts passieren.

Mehr zum Lauge anrühren kannst du hier nachlesen: Die Lauge richtig herstellen!

Übrigens: Die richtige Laugen- und NaOH-Menge kannst du dir ganz einfach mit dem Seifenrechner ausrechnen. Dazu findest du in den Rezepten im ebook und in vielen Seifenrezepten im Internet oder in diversen Seifenbüchern bereits NaOH-Angaben. Rechne aber auch hier besser immer einmal nach, vor allem bei Seifenrezepten, die du im Internet findest! Dabei hilft dir der naturseife-und-kosmetik.

Weitere Zutaten beim Seife selber machen

Beim Seife selber machen kannst du mit etwas Übung richtig kreativ werden. Neben einem Duft und Farbe kannst du eine Seife noch mit vielen weiteren Zutaten aufwerten. Ob Tonerde, Honig, Seife, Sahne oder Säfte: Der Kreativität sind wirklich kaum Grenzen gesetzt.

Wenn du erstmal einige einfachere Seifenrezepte ausprobiert hast, kannst du auch mit dem Marmorieren beginnen. Die verschiedenen Marmoriertechniken verleihen der selbst gemachten Seife ganz tolle Effekte:

Bilder

Tipp: Viele Marmoriertechniken sind im ebook beschrieben und darin findest du bebilderte Schritt für Schritt Anleitungen:

ebook Seife selber machen gibt es hier: Kreative Seife selber machen

Seifenrezepte für Anfänger

Du möchtest deine erste natürliche Seife selber machen? Dann solltest du mit einem einfachen Seifenrezept starten. Das ist am besten ein erprobtes Rezept, also eher keines, das du dir selbst ausgedacht hast. So verinnerlichst du die Herstellung und deine Arbeit wird auch garantiert erfolgreich sein. Einfache Seifenrezepte lassen sich leicht verarbeiten.

Das 25er Seifenrezept

Das sogenannte 25er Seifenrezept ist das ideale Anfängerrezept beim Seife selber machen. Der Seifenleim, der nach Vereinigung von Fetten und Lauge entsteht, bleibt lange flüssig. Das hat den Vorteil, dass ganz in Ruhe gearbeitet werden kann. Zum Ausprobieren ist das ideal. Ich nehme das einfache 25er Rezept auch in meinem ebook als Beispielrezept für die Schritt für Schritt Anleitung heran. Und hier das Rezept zum Seife selber machen:

  1. 25 % Kokosfett (zum Beipsiel Palmin aus dem Supermarkt)
  2. 25 % Palmöl
  3. 25 % Olivenöl
  4. 25 % Rapsöl

Daraus errechnet sich für eine Seife mit einer Gesamtfettmenge von 1000 g folgendes Anfängerrezept:

  • 250 g Kokosfett
  • 250 g Palmöl
  • 250 g Olivenöl
  • 250 g Rapsöl
  • 133,5 g NaOH (bei einer 10%igen Überfettung)
  • 320 g destilliertes Wasser
  • 25 bis 30 g Parfumöl, beispielsweise von Dragonspice (Kosmetikparfumöl verwenden! Kein Duftöl!)

Ich empfehle für den Anfang eine Gesamtfettmenge von 1000 g. Denn ein etwas größerer Ansatz ist einfacher zu verarbeiten.

Natürliche Seifen
Meine selbst gemachten natürlichen Seifen © Naturseife und Kosmetik

Was du für das Seife selber machen brauchst

  1. Ein laugenbeständiges Gefäß zum Herstellen der Lauge (Messbecher aus Polypropylen oder Polyethylen, Becherglas, Einmachglas)
  2. Kleine Becher zum Abwiegen des NaOH (hier eignen sich ausgewaschene Joghurtbecher gut)
  3. Eine grammgenau Küchenwaage
  4. Einen Pürierstab, gerne auch das alte Modell aus dem Keller
  5. Einen Topf zum Schmelzen der Fette und zum Anrühren des Seifenleims (Achtung, keine Aluminiumtöpfe verwenden)
  6. Rührstab zum Rühren der Lauge
  7. Feinmaschiges Sieb
  8.  
  9. Einen Kochlöffel zum Rühren der Seife
  10. Ein kleines Gefäß zum Abwiegen des Parfumöls
  11. Eine Seifenblockform
Wichtige Utensilien für die Seifenherstellung: Topf aus Edelstahl, Stabmixer, Löffel, Messbecher, Waage. Es muss nichts neu angeschafft werden!

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Wie du Seifen selber machst

Das Seife selber machen ist im Prinzip ganz einfach und wer die erste oder zweite Seife gesiedet hat, wird sich schon sehr sicher sein und die Seifenherstellung geht wie von selbst von der Hand. Wichtig ist, nie den Respekt vor der Lauge zu verlieren. Und wenn du dich an alle Sicherheitsregeln hältst, kann nichts schief gehen.

Seife selber machen – Schritt für Schritt

Sicherheitsregeln beachten: Zuerst bitte Schutzbrille aufsetzen und Handschuhe anziehen.

  1. Zuerst stellst du die Lauge her. Idealerweise hast du einen Teil des destillierten Wassers eingefroren, um die starke Dampfentwicklung der Laugenherstellung zu verhindern.
  2. Gib die Eiswürfel zusammen mit dem ungefrorenen Wasser in das laugenbeständige Gefäß. Du brauchst 320 g Wasser. Nimm anfangs etwa 1/3 der Menge in Form von Eiswürfeln und den Rest als Wasser.
  3. Du hast das Wasser abgewogen? Dann wiege jetzt in einem kleinen Becher die NaOH-Kristalle ab.
  4. Jetzt auf jeden Fall in der Spüle arbeiten. NaOH-Kristalle langsam zum Wasser schütten, dabei immer wieder umrühren.
  5. Rühren, bis das gesamte NaOH gelöst ist.
  6. Lauge in der Spüle zum Abkühlen stehen lassen.
  7. Kokosöl und Palmöl im Topf abwiegen und anschließend auf dem Herd schmelzen lassen. Bei geringer Hitze schmelzen, nicht sieden lassen. Sobald das Fett geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen.
  8. Topf erneut auf die Waage stellen, denn jetzt müssen die Öle abgewogen werden.
  9. Olivenöl und Rapsöl zu den Fetten geben.
  10. Fett abkühlen lassen.
  11. Sobald sich Laugengefäß und Topf nur noch handwarm anfühlen, kann es weitergehen.
  12. Die Lauge wird jetzt durch das Sieb zu den Fetten in den Topf gegossen. Arbeite am besten weiter in der Spüle.
  13. Jetzt wird die Masse emulgiert. Nimm dafür den Pürierstab und mixe auf niedriger Stufe gut durch. Zwischendurch mit dem Kochlöffel rühren.
  14. Das machst du so lange, bis eine homogene Seifenmasse entstanden ist, die sich nicht mehr trennt. Die Konsistenz sollte so sein wie leicht flüssiger Kuchenteig oder Pudding.
  15. Jetzt kannst du noch das Parfumöl dazugeben und kurz untermischen.
  16. Im Anschluss gießt du die Seifenmasse in die bereitstehende Seifenform, die etwa 1 Liter Volumen fasst.
  17. Die Form wird jetzt noch gut abgedeckt (dafür eignet sich Frischhaltefolie) und mit einem Handtuch umwickelt.
  18. Durch das Handtuch bleibt die Seife warm und durchläuft eine Gelphase, die Vorteile haben kann. Mehr dazu bitte hier nachlesen –> Gelphase für die Seife

Reifezeit und Co.

Nachdem du deine erste DIY Seife hergestellt und in die Seifenform gefüllt hast, braucht sie etwas Zeit. In der Form durchläuft sie idealerweise eine Gelphase. Sie wird dabei sehr heiß und flüssiger, um dann schnell wieder fest zu werden. Wenn die Seife eine Gelphase durchlaufen hat, wird sie später schneller hart und die Textur ist glatt und fest. Bis deine Seife aber wieder fest ist, dauert das eine gewisse Zeit. Daher holt man die frische Seife erst nach rund 24 Stunden aus der Seifenform. Beim Ausformen musst du wieder Handschuhe tragen, denn die ganz frische Seife ist noch reizend und alles andere als mild zur Haut.

Eine frische Seife kann nicht sofort benutzt werden. Sie muss erst komplett verseifen und fester werden. Dafür braucht es eine Reifezeit von mindestens 4 Wochen. Je länger eine selbst gemachte Seife reifen darf, desto fester, ergiebiger und milder ist sie.

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Seife selber machen ohne Lauge?

Dich schreckt das Seife selber machen mit Lauge ab? Das muss es nicht, denn wer vorsichtig und umsichtig arbeitet, wird damit keine Probleme haben. Und du wirst merken, dass es einfach unheimlich viel Spaß macht, natürliche Seifen selber zu machen.

Die Seifenherstellung ohne Lauge ist leider nicht möglich, da die Lauge für die Verseifung der Fette und Öle sorgt.

Du kannst lediglich auf Gießseifen zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um Seifen gießen: eine fertige Gießmasse wird geschmolzen, gefärbt und beduftet und kann dann in Formen gegossen werden. Diese Gießseifen enthalten aber Tenside, haben mit „echten“ Seifen daher nichts zu tun.

Seife selber machen mit Kindern?

Das Kaltrührverfahren, also das Seife selber machen mit Lauge und Fetten, ist nichts für Kinder. Kinder sollten nicht mit einer ätzenden Lauge arbeiten und daher auch nicht bei der Seifenherstellung zur Hand gehen.

Es gibt aber tolle Alternativen für das Seife selber machen mit Kindern. So können Seifenreste eingeschmolzen und weiterverarbeitet werden. Oder ihr bastelt Seifenketten aus der Seife, die du gemacht hast. Auch das Seifengießen ist bei Kindern äußerst beliebt.

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Seifen ganz einfach selber machen

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