Schweineschmalz als Seifenzutat

Wie man Schweineschmalz in der Naturseife einsetzen kann

INCI: adeps suillus

Für viele Menschen ist es undenkbar, Schweineschmalz in einer Naturseife zu verwenden. Dabei ist absolut gar nichts dabei, Schweineschmalz als Teil der Fettphase einzusetzen. In käuflich zu erwerbenden, industriellen Seifen finden sich auch häufig tierische Fette. In Duschgelen und Shampoos sind oftmals Tenside enthalten, die tierische Fette als Ausgangsstoff haben. Wieso also kein Schweineschmalz in der Naturseife verwenden? Wer kein Vegetarier oder Veganer ist, sollte es mal mit dem Fett versuchen, denn Seifen mit Schmalz sind besonders fest und bilden zudem einen angenehmen Schaum aus. Daneben ist Schweineschmalz eine ideale Alternative zum in der Kritik stehenden Palmöl.

Wie viel Schweineschmalz gehört in die Naturseife

Schweineschmalz kann man in beinahe jeder Konzentration einsetzen. Schon Zugaben geringer Mengen machen einen Unterschied. Bewährt hat es sich, mindestens 25% einzusetzen. Wenn die Fettphase aus insgesamt 50% festen Fetten bestehen soll, ist eine ideale Kombination 25% Schweineschmalz und 25% Kokosöl. Anstelle des Kokosöls kann auch Babassuöl verwendet werden. Aber auch höhere Mengen fester Fette sind möglich. Schweineschmalz kann in Mengen bis zu 75% problemlos verarbeitet werden und ist somit eine ideale Basisgrundlage für feste und besonders preiswerte Naturseifen.

Welche Vorteile Schweineschmalz in der Naturseife hat

Seifen, in denen Schweineschmalz enthalten ist, werden besonders fest und behalten auch beim mehrmaligen Anwaschen ihre Form. Dies ist eine tolle Eigenschaft, die auch Palmöl mit sich bringt. Daneben ist aber zu beobachten, dass Seifen mit Schweineschmalz auch noch stärker schäumen. Somit kann man davon ausgehen, dass Schweineschmalz nicht nur für feste Seifen sorgt, sondern auch die Schaumbildung unterstützt.

Die wesentlichen Vorteile einer Seife mit mindestens 25% Schweineschmalz sind:

  • Die Naturseife wird schnell fest
  • Die Seifen sind generell recht fest
  • Es wird ein angenehmer, üppiger Schaum produziert
  • Lange Haltbarkeit der Seifen (kein schnelles ranzen) – sofern keine weiteren Öle verwendet werden, die für das rasche Ranzigwerden bekannt sind (beispielsweise Sonnenblumenöl)
  • Auch bei hohen Konzentrationen riecht die Seife neutral
  • Schweineschmalz in hoher Einsatzkonzentration macht die Seife schön weiß
  • Schweineschmalz führt nicht dazu, dass der Seifenleim schnell andickt: einfache Verarbeitung

Diese vielen positiven Eigenschaften sprechen dafür, eine Naturseife mit Schweineschmalz herzustellen. Im Naturseife-und-Kosmetik Seifenrechner ist das tierische Fette aufgelistet, ebenso wie viele andere tierische Fette auch. Die NaOH-Verseifungszahl ist Folgende: 0,1397.

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