Kokosöl in Naturseife und Kosmetik

Kokosöl - ideales Basisöl für Naturseifen

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Kokosöl in Naturseife und Kosmetik
Kokosöl für selbst gemachte Seifen, Cremes und Bodybutter

Kokosöl in Naturseife und Kosmetik einzusetzen ist meistens eine gute Wahl. Nicht umsonst wird das Öl der Kokospalme heute immer populärer und ist sowohl für die Pflege der Haare als auch in der Hautpflege beliebt. Eine ideale Zutat ist Kokosöl in selbst gemachter Seife. Hier zählt es als schaumgebendes Basisfett.

Kokosöl für feste Seifen und pflegende Kosmetikprodukte

INCI: Cocos Nucifera (Coconut) Oil

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme. Dieser Baum ist in feuchtwarmen Tropengebieten heimisch. Sie trägt nur bei richtiger Temperatur und genügend Niederschlag Früchte.

Das schmackhafte Fleisch der Kokosnuss – das etwa 70 Prozent Fett enthält – wird zerkleinert, getrocknet und gepresst, um das Öl zu gewinnen. Da das Kokosöl bei Raumtemperatur fest ist, wird es auch als Kokosfett oder Kokosbutter bezeichnet. Wird das native Fett noch weiterhin raffiniert, geht das im Kokosöl enthaltene Vitamin E verloren. Kokosöl in Lebensmittelqualität ist jedoch häufig raffiniert, wobei es inzwischen auch schon charakteristisch duftendes Öl in Bio-Qualität in vielen Discountern gibt.

Wichtige Inhaltsstoffe vom Kokosöl

Natives Öl ist hell, schmilzt auf der Haut und duftet nach frischer Kokosnuss. Kokosöl besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren. Das macht es lange haltbar. Zudem enthält es viele Mineralstoffe und Vitamine sowie Calcium, Natrium, Kalium, verschiedene Aminosäuren und Vitamin E. Wegen des großen Vorkommens an Laurinsäure zählt das Kokosöl zu den laurinischen Ölen. Laurinsäure wirkt gegen Bakterien, Hefe, Pilze und sogar gegen mache Viren. Die ebenfalls in großen Mengen enthaltene Caprylsäure hat ebenfalls eine antivirale Wirkung, was man sich unter anderem auch beim Einsatz von Kokosöl in Naturseife und Kosmetik zu Nutzen machen kann.

Kokosöl in Naturseife und Kosmetik

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner in der Kosmetik. Es dringt schnell in die Haut ein, bleibt aber in den oberen Hautschichten. Ob pur oder als Emulsion lässt es die Haut zart und geschmeidig werden. Bei Haut und bei Haaren wirkt es rückfettend und glättend, weshalb es gern bei Naturkrause angewendet wird. Der rückfettende Effekt macht es auch wirkungsvoll bei der Linderung spröder, schuppiger Haut. Bei regelmäßiger Anwendung soll es den Alterungsprozess der Haut verlangsamen können, wobei solche Aussagen immer etwas weit hergeholt sind.

Durch die Laurinsäure wird es zu einem universell einsetzbaren Produkt. Die antibakterielle Wirkung ist hilfreich gegen Entzündungen und Schuppen. Kokosöl kann pur als Deodorant angewendet werden, da die Entstehung der geruchsbildenden Bakterien gehemmt wird. Da das Öl der Kokosnuss mild und gut verträglich ist, kann es auch für Babys verwendet werden, wenn diese unter Milchschorf leiden. Als Haarkur eingesetzt, macht es die Haare weich und glänzend. Das Schmelzen bei Hautkontakt entzieht dieser Wärmeenergie, weshalb die Anwendung von Kokosöl einen kühlenden Effekt hat. Bei sonnenverbrannter Haut kann das lindernd wirken.

Da Kokosöl eine gute Schaumbildung hat, findet es vielfach bei Shampoos, Seifen und Duschgelen Verwendung. Zudem kann es bei Cellulite und Dehnungsstreifen das Hauptbild verbessern. Der angenehme, süßliche Duft bleibt, wenn nicht beabsichtigt deodoriert, in allen Produkten enthalten. Auch zum Herstellen von den momentan sehr beliebten Bodybuttern in fester Form wird Kokosöl verwendet. Es hat den Vorteil beim Streichen über die Haut sofort flüssig zu werden. Daher ist es die ideale Zutat in Massagebars und Köperbutter.

Kokosöl in Naturseife und Kosmetik einzusetzen ist somit eine gute Sache. Denn Kokosöl hat viele sehr spezielle Eigenschaften, die für ein großes Einsatzspektrum des Kokosfetts sprechen. Einen Nachteil hat Kokosöl aber: es besitzt einen hohen Komedogenitätsgrad. Das heißt, Kokosöl kann bei fettiger und Mischhaut Pickel entstehen lassen. Komedogene Öle sind nichts für Menschen, die ohnehin an Unreinheiten leiden.

Nebenwirkungen

Es gibt keine Studien, die schädliche Nebenwirkungen von Kokosöl wissenschaftlich belegen.

Kokosöl in Naturseifen

Kokosöl ist als Basisgrundlage in vielen Seifenrezepten eingesetzt. Kein Wunder! Kokosöl ist vergleichsweise preiswert und leicht zu beschaffen. Es macht die Naturseife sehr hart und ist zudem als Schaumbildner bekannt. Daher bildet Kokosöl zusammen mit anderen Ölen auch die Schaumgrundlage der meisten Seifen. Andere Öle müssen aus dem Grund hinzukommen, da der üppige Schaum nicht wirklich stabil ist. Er bildet große Blasen, die schnell wieder zerfallen. Was ihr bei der Verwendung noch beachten solltet, ist das hohe Wasserbindevermögen des Öls. Wenn beim Seife selber machen also viel Kokosöl verwendet werden soll, muss die Wassermenge entsprechend erhöht werden. Zudem beklagen einige Menschen die austrocknende Wirkung von Naturseifen mit einem hohen Anteil Kokosöl. Ich kann das nicht bestätigen und verwende das Öl daher gerne auch in großen Mengen. Möglich ist es aber, da Kokosöl eine sehr gute Waschkraft besitzt.

Da Kokosfett komedogen ist, empfiehlt sich insbesondere bei Gesichtsseifen sowie Körperseifen für unreine Haut, oftmals der Einsatz eines anderen Schaumgebers. Hier hat sich Babassuöl bewährt. Babassuöl besitzt ähnliche Eigenschaften wie Kokosöl, ist aber ein nicht komedogenes Basisfett.

Reine Kokosölseife

Wie bereits erwähnt, macht Kokosöl die Naturseife sehr fest und bildet üppigen Schaum. Der Schaum ist nicht stabil und verschwindet schnell wieder. Eine Kokosölseife ist schön weiß, fest und von angenehmer, glatter Textur. Jedoch ist sie nicht bei trockener Haut geeignet, da sie wie erwähnt die Haut etwas austrocknen kann. Das Öl verseift schnell und problemlos, die Naturseife wird ebenso schnell fest und kann bereits am Tag nach dem Sieden geschnitten werden. Ihr solltet allerdings von einem erhöhten Wasseranteil ausgehen. 20 bis 30 Prozent sollten es schon sein, da die Naturseife ansonsten splittert und nicht mehr geschnitten werden kann.

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