Überfettung – Wieso eine pflegende Seife überfettet sein sollte

Seife selber machen für gepflegte Haut

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Überfettung Seife
Überfettete Seife mit Sole und Ziegenmilch

Im Zusammenhang mit der Seifenherstellung taucht oft der Begriff Überfettung Seife auf. Eine handgerührte, selbst gemachte Seife sollte immer überfettet werden – sofern es sich um eine Seife für die Hautpflege handelt. Doch was genau ist mit Überfettung Seife gemeint und welche Vorteile hat es, die Seife zu überfetten? Recht neu ist zudem der Begriff des Laugenunterschusses. Was ist der Laugenunterschuss und gibt es einen Unterschied zwischen Überfettung und Laugenunterschuss?

Seife mit Ölen und Fetten

Eine Seife entsteht durch das Verseifen von Fetten und Ölen. Gibt man die genau passende Menge NaOH- oder Kalilauge zu den Fetten und Ölen, verseifen diese vollständig. Es gibt aber die Möglichkeit, den Anteil der Fette und Öle höher zu berechnen. So verbleibt ein kleiner Teil Fettüberschuss im Endprodukt (also in der Seife), wodurch diese pflegender wird. Diese „Fettüberschuss“ wird als Überfettung bezeichnet. Neuer und daher noch nicht so bekannt ist die Bezeichnung Laugenunterschuss. Dieser gibt an, wie hoch der Unterschuss an Lauge gegenüber den Fetten ist.

Überfettung Seife – Was damit bei der Seifenherstellung gemeint ist

Die Überfettung ist der Teil Fett, der nicht verseift wird. Seifensieder berechnen immer einen gewissen Fettüberschuss, da diese Überfettung die Haut pflegt und sie vor dem Austrocknen bewahrt. Gängig sind Seifen mit einem Überfettungsanteil von 3 bis 10 %. Aber auch höhere Überfettungen sind möglich. Dabei gilt: Je höher die Überfettung, desto pflegender die Seife. Allerdings sind hoch überfettete Seifen auch nicht so lange haltbar.

Mehr dazu kann unter NaOH nachgelesen werden.

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Überfettung Seife je nach Verwendungszweck

Seifen für die Hand- und Körperwäsche sollten möglichst hoch überfettet werden. Gängig ist ein Fettüberschuss von etwa 5 bis 10%. Bei sehr trockener Haut kann die Überfettung aber auch höher ausfallen – wobei hier dann die Haltbarkeit der Seife nicht so hoch ist. Rasierseifen und Haarseifen werden hingegen etwas niedriger überfettet. Oft reicht ein Fettüberschuss von etwa 2 bis 5% aus. Und auch Putzseifen werden nicht überfettet. Diese eignen sich aber auch nicht mehr für die Hautpflege.

Neu: Laugenunterschuss

Ein neuerer Begriff, der die „Überfettung“ vielleicht auch nach und nach ablöst, ist der Laugenunterschuss. Man geht nämlich davon aus, dass bei der Verseifung eigentlich keine ganzen Fettmoleküle übrig bleiben und somit auch nicht von einer Überfettung der Seife gesprochen werden kann. Daher wählt man die eigentlich korrektere Bezeichnung Laugenunterschuss. Mehr dazu kannst du aber im Artikel Überfettung oder Laugenunterschuss nachlesen. Überfettung und Laugenunterschuss geben übrigens die gleiche Zahl an. Es handelt sich also lediglich um eine Bezeichnung. Die Berechnung von Laugenunterschuss und Überfettung ist identisch.

Letzte Aktualisierung am 18.02.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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