NaOH für Naturseifen – feste Seife selber machen

Ohne NaOH keine festen Seifen

Seife selber machen – NaOH zur Seifenherstellung

NaOH ist die chemische Formel für Natriumhydroxid – ein weißer kristalliner Stoff, der im Volksmund auch Ätznatron genannt wird. Natriumhydroxid ist eine der wichtigsten Chemikalien, die eine breite Anwendung in der Industrie findet. Statt in fester Form wird Natriumhydroxid in erster Linie als Natronlauge verwendet, in Wasser gelöstes Natriumhydroxid. Nicht zu verwechseln ist NaOH mit dem Begriff Natron, dem farblosen Natriumhydrogencarbonat, das beispielsweise in Backpulver Verwendung findet. Denn im Gegensatz zu Natron ist Natriumhydroxid gefährlich, da es an der Luft und in Wasser zahlreiche chemische Reaktionen hervorruft und auf der Haut ätzend wirkt.

NaOH in Naturseifen – feste Seife selber machen

Trotz seiner ätzenden Wirkung wird NaOH für die Seifenherstellung benötigt, und zwar in Form von Natronlauge. Diese sorgt für die Verseifung der Fette und Öle, indem sie diese aufspaltet. Neben Natronlauge kann auch Kalilauge verwendet werden, bei der Kaliumhydroxid in Wasser gelöst wird. Welche Lauge für den Herstellungsprozess der Seife verwendet wird, hängt von der Art der Seife ab, die man gewinnen möchte. NaOH stellt feste Seifen her, während KOH Schmierseife produziert. Die Laugenmenge muss jedoch in beiden Fällen exakt berechnet werden, da Seife mit einer zu hohen Laugenmenge alkalisch wird und die Haut angreifen kann. Wie viel NaOH zur Herstellung der Lauge verwendet werden muss, hängt immer von den verwendeten Ölen bzw. deren Verseifungszahlen ab. Zudem muss berücksichtigt werden, wie hoch die Überfettung der Naturseife sein soll. Auch die nötige Wassermenge variiert und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein guter Richtwert ist, etwa dreimal so viel Wasser wie Natronlauge zu verwenden. Bei einer großen Menge an flüssigen Ölen kann die Wassermenge reduziert, bei einer großen Menge an festen Fetten oder wasseraufnehmender Zusätze wie Haferflocken, Kräutern usw. erhöht werden. Anfänger sollten sich zur Sicherheit an fertige Seifenrezepte halten und erst später experimentieren.

Wo erhält man NaOH zum Seife selber machen?

NaOH zur Seifenherstellung erhält man üblicherweise in der Apotheke. Apotheker und Mitarbeiter dürfen die Ausgabe von NaOH jedoch verweigern, auch wenn der Verkauf von NaOH vollkommen legal ist. Eine Alternative zur Apotheke ist das Internet.

Sicher ist besser – So wird mit NaOH beim Seife selber machen richtig umgegangen

Wer zum ersten Mal Seife selSeife selber machen NaOHber machen möchte und mit NaOH hantiert, dem wird es dabei schnell etwas mulmig. Nach ein paar Mal verliert man jedoch die Angst vor der Lauge und merkt, dass nichts passiert – vorausgesetzt die nötigen Sicherheitsvorkehrungen und –regeln werden konsequent getroffen und beachtet. Hierzu gehört, dass immer Schutzkleidung getragen wird, bestehend aus einer Schutzbrille, Handschuhen, langärmligen Pullovern und ggf. einem Kittel. Außerdem sollte für eine gute Belüftung gesorgt werden und die Dämpfe und Gase, die während des Herstellungsprozesses entstehen, nie direkt eingeatmet werden. Ganz wichtig ist auch, dass für die Herstellung der Natronlauge immer das Natriumhydroxid vorsichtig in das destillierte Wasser gegeben wird, niemals anders herum. Sonst erhält man konzentrierte Natronlauge, die hochspritzen und zu Verätzungen führen kann. Bei der Zusammengabe von Natriumhydroxid und Wasser entsteht Wärme. Das Behältnis muss daher unbedingt auf einem kühlen Platz stehen, keinesfalls auf einer warmen oder heißen Herdplatte. Bewährt hat es sich, das zur Herstellung der Natronlauge zu verwendende Wasser bzw. die Flüssigkeit zu mindestens 50% zu gefrieren. Ihr könnt einfach Eiswürfel herstellen und mit diesen die Lauge anrühren. Sie erhitzt sich auf diese Weise sehr viel geringer und die reizenden Dämpfe bleiben aus.

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2 Kommentare zu NaOH für Naturseifen – feste Seife selber machen

  1. Kann man mit Natron nicht doch auch Seife herstellen? Zumindest flüssige Seife und evtl. in geringem Umfang? Ich habe mir zumindest eben ne ordentliche Portion Natron-Pulver auf die (fettigen) Haare gehaut und nur etwas Wasser hinzugefügt – woraufhin es beim durchwuscheln der Haare sofort ordentlich angefangen hat zu schäumen. Der Schaum ist weiß und hat eine angenehme cremige Konsistenz.
    Ich wollte das Natron eigendlich nur zur Enthärtung des Wassers und ggf Herstellung einer leichten Lauge zur Haarreinigung verwenden. Mit selbstgemachter Seife durch die fettigen Haare hatte ich nicht gerechnet.
    Die Haare sind auch wunderbar sauber geworden, da war ich echt erstaunt. 🙂

  2. Simone // 2013 um 9:21 pm // Antworten

    Hallo 🙂
    Ich hab eine Frage. Ich habe wie beschrieben das Natronpulver in Wasser aufgelöst, es waren auch alle Kristalle verschwunden. Ich hatte die Lauge auf der Tersse stehen zum abkühlen und als sie etwas abgekühlt war, schwammen plötzlich Kristalle auf der Lauge- Ich habe nochmal gerührt aber die Kristalle haben sich nicht aufgelöst. Hast due hier einen Rat für mich? Und kann ich die Seife nun überhaupt verwenden?

    Herzlichen Dank im voraus für die Hilfe 🙂

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