Soleseifen

Soleseifen gegen unreine Haut

Soleseifen
© Naturseife und Kosmetik

Dass natürliche Seifen der Haut guttun, wissen inzwischen die meisten. Denn natürliche Seifen können das Austrocknen der Haut beim Waschen verhindern und Haut und Haare mit Feuchtigkeit versorgen. Sie sind gut verträglich und rein natürlich. Ganz besonders gut zur Haut sind die Soleseifen. Sie enthalten reines Salzwasser, was der Haut ungemein helfen kann.

Tatsächlich pflegen Soleseifen jeden Hauttyp weich und glatt. Und selbst problematische Haut mit Akne, Pickeln, Schuppenflechte oder Neurodermitis kann von der Verwendung einer Soleseife profitieren.

Du bist neugierig geworden und möchtest wissen, wie Soleseifen selber gemacht werden können? Dann lies weiter. Denn in diesem Artikel möchte ich dir alles über die Soleseifen erzählen und erkläre auch, wie du Soleseifen selber machst. Dazu gibt es passende Soleseifen-Rezepte:

Das können natürliche Seifen

Natürliche Seifen sind eine tolle Sache, um die Haut nicht nur zu reinigen, sondern auch gleichzeitig zu pflegen. Denn in natürlichen handgemachten Seifen liegt immer ein gewisser Überschuss an Fett vor. Dieser pflegt deine Haut beim Waschen. Und auch der natürliche Glyceringehalt der Naturseifen ist super für die Haut. Denn Glycerin ist ein ausgezeichnetes Feuchthaltemittel für Haut und Haare. Zusammen mit dem Überschuss an Fett kann deine Haut beim Waschen mit der Seife gepflegt werden und sie trocknet nicht so stark aus.

Selbst gemachte Naturseifen sind daher tolle Waschprodukte, wenn du trockene oder normale Haut hast. Aber auch fettige und unreine Haut kann mit einer passenden Naturseife gereinigt werden. Oftmals stellen Nutzer sogar eine erhebliche Verbesserung des Hautzustandes fest, wenn sie von Syndets und Waschgelen auf Naturseifen umstellen.

Neben den „normalen“ Naturseifen, die aus verschiedenen Fetten und Pflanzenölen und einer Lauge hergestellt sind, gibt es auch die „speziellen“ Seifen. Dazu zähle ich unter anderem:

  • Milchseifen mit verschiedenen Milchsorten, Quark, Sahne oder anderen Milchprodukten
  • Haarseifen und Rasierseifen, die durch eine spezielle Zusammensetzung die Erwartungen erfüllen, die man an solche Produkte setzt
  • Salzseifen und Soleseifen

Hier soll es nun vor allem um die Soleseifen gehen. Soleseifen bestehen zu einem Teil aus Sole, also Salzwasser. Sie sind besonders beliebt und recht einfach herzustellen. Eine Soleseife ist besonders mild, kann aber aufgrund des hohen Salzanteils auch bei problematischer Haut hilfreich sein und wird somit gerne bei unreiner, fettiger Haut sowie bei Neurodermitis oder Psoriasis benutzt.

Zudem gleichen Soleseifen den Feuchtigkeitsverlust aus und verhindern so ein Austrocknen der Haut beim Waschen. Somit sind selbst gemachte Soleseifen für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand geeignet.

Eine Seife mit Sole? Wozu Soleseifen gut sind

Salzseifen sind Seifen, die eine höhere Menge Salz enthalten, als gelöst werden kann. Bei ihnen liegt das Salz im Bezug auf die Gesamtfettmenge eines Seifenrezepts also im Überschuss von bis zu 300 % vor. Zwar sind solche klassischen Salzseifen toll gegen unreine Haut und bei anderen Hautproblemen, doch sie sind nicht besonders mild und manchmal unangenehm in der Anwendung. Dazu kommt, dass Salzseifen nicht oder nur sehr wenig schäumen.

Eine mildere Variante der Salzseife ist die Soleseife. In Soleseifen ist viel weniger Salz verarbeitet, nämlich nur so viel, wie in der Flüssigkeitsmenge des Seifenrezepts gelöst werden kann. Trotz der geringeren Menge an Salz können Soleseifen ebenfalls bei problematischer Haut helfen. Sie haben sich zum Beispiel als Gesichtsseifen bei unreiner und fettiger Haut bewährt. Aber auch zur Reinigung von Haut mit Neurodermitis und Psoriasis sowie bei trockener Haut ist Soleseife gut geeignet. Durch die enthaltene Sole wird zudem der Feuchtigkeitsgehalt der Haut normalisiert und die Seife verhindert so bei der Waschen ein Austrocknen der Haut.

Wie werden Soleseifen hergestellt?

Soleseifen lassen sich sehr einfach herstellen. Wir rühren dazu einfach die Laugenflüssigkeit mit Salz an. Hierfür wählt man die Menge Salz, die nötig ist, um eine (fast) gesättigte Sole herzustellen. Bei 20 °C liegt die Löslichkeit von Salz bei etwa 35 g auf 100 g Wasser.

Achtung: Diese Lösung hat ein Gewicht von 135 g. Die Solelösung enthält also etwa 1/4 Salz und der Rest ist Wasser. Gehen wir nun also von 100 g Sole aus, haben wir nur rund 75 g Wasser in der Lösung. Wenn wir für unser Seifenrezept also 100 g Flüssigkeit benötigen, brauchen wir 135 g Sole.

Da es immer schwierig ist, eine wirklich 100 % gesättigte Lösung herzustellen, gehen wir von etwa 25 bis 30 g Salz auf 100 g Wasser aus. So erhalten wir eine fast gesättigte Sole. Ob die Sole nun wirklich gesättigt oder nur fast gesättigt ist, ist für unsere spätere Seife aber wirklich nicht relevant.

Faustformel ist also: 25 bis 30 g Salz auf 100 g Wasser.

Das Wasser wird einfach wie gewohnt abgewogen und dann gibt man das benötigte Salz hinzu und rüht so lange, bis es gelöst ist. Da wir mit der Flüssigkeit ja auch noch die Lauge herstellen, werden anschließend die NaOH Kristalle zur Sole gegeben.

Achtung: Durch das Salz wird die Lauge trüb, sodass eventuell ungelöstes NaOH nicht mehr identifiziert werden kann. Daher sollte die Lauge mit Salz immer durch ein Sieb zu den Fetten des Seifenrezepts gegeben werden.

Auf was muss ich beim Entwickeln eines Seifenrezeptes mit Sole achten?

Soleseifen brauchen eigentlich kein spezielles Seifenrezept. Wir können Sole in jedem Rezept verwenden. Zu beachten ist lediglich, dass Soleseifen ebenso wie Salzseifen manchmal etwas brüchig sind und schnell fest werden. Daher ist es am einfachsten, die Seife direkt in flexible Einzelförmchen (aus Silikon) zu gießen. Hieraus kann die Seife ganz einfach entnommen werden.

Seifenrezepte für Soleseifen

Zwar brauchst du für die Herstellung einer Soleseife kein spezielles Seifenrezept, dennoch möchte ich dir hier zwei Seifenrezepte von mir vorstellen. Du kannst dir anhand dieser Rezepte dein eigenes Seifenrezept ausdenken oder die Rezepte auch so übernehmen.

Wie bei allen Seifenrezepten gehe ich davon aus, dass du etwas Erfahrung mit dem Seife selber machen hast:

  1. Hast du bereits einige Seifen selber gemacht?
  2. Weißt du, wie man die Lauge sicher anrührt?
  3. Kennst du Grundbegriffe wie etwa Laugenunterschuss, Überfettung, Gelphase, etc.?
  4. Kennst du die Sicherheitsregeln der Seifenherstellung?

Wenn du diese Fragen mit einem klaren Ja beantwortest, dann kannst du natürlich sofort loslegen. Sollest du dich hingegen noch nicht so gut auskennen, lies dich bitte vorab noch genauer in das Thema der Seifenherstellung ein. Ich verweise wie immer auf mein ausführliches ebook Kreative Seifen einfach selber machen. Darin ist alles sehr ausführlich erklärt und du kannst das ebook sofort runterladen und durcharbeiten.

Natürlich kannst du dich auch auf naturseife-und-kosmetik.de umsehen. Denn auch hier findest du alle wichtigen Informationen rund um das Thema Seife selber machen.

Eine milde Soleseife selber machen

Vorbereitung

Aus dem Salz und dem Wasser wird zuerst eine Sole hergestellt. Da es oft etwas dauert, bis sich das Salz komplett gelöst hat, kannst du die Sole wunderbar einen Tag vorher zubereiten. Gib dafür das abgewogene Salz in das ebenfalls abgewogene Wasser und rühre immer mal wieder um. Einige Stunden vor dem Herstellen der Seife kann die Sole kaltgestellt werden.

Seife selber machen

Die Herstellung der Seife soll wie immer unter Beachtung der Sicherheitsregeln erfolgen. Also denk bitte an die Schutzbrille und feste Handschuhe. Hier findest du noch eine Anleitung zum Seife selber machen.

  1. NaOH in einem separaten Behälter abwiegen und zusammen mit der kalten Sole eine Lauge herstellen.
  2. Jetzt Cupuacubutter und Babassuöl bei niedriger Hitze in einem Topf schmelzen und anschließend von der Herdplatte nehmen.
  3. Sheabutter in den Topf geben und zerlaufen lassen.
  4. Jetzt kommen die Pflanzenöle zu den geschmolzenen Fetten in den Topf.
  5. Sobald beide Teile auf etwa 35 °C abgekühlt sind, kann die Lauge durch ein Sieb zu den Fetten gegossen werden.
  6. Seifenleim homogen vermischen und mit dem Stabmixer emulgieren.
  7. Sobald der Leim leicht dickflüssig ist, kann der Duft untergerührt werden.
  8. Die Soleseife in kleine Silikonformen oder andere Einzelförmchen gießen.

Die Seife darf gerne gelen. Dafür kannst du die kleinen Förmchen abdecken und dann in Decken oder Handtücher wickeln. Eine Wärmflasche oder Heizdecke kann die Gelphase nochmals anregen. Am besten holst du die Seife aus den Formen, wenn sie noch warm ist. Denn die Soleseife wird schnell fest und bröckelig und kann dann schlechter ausgeformt werden.

Plane eine Reifezeit von etwa 6 Wochen ein.

Meine Sole-Ziegenmilchseife

Sole-Ziegenmilchseife

Du kannst dir auch das Rezept meiner Sole-Ziegenmilchseife anschauen. Das Rezept ist bereits etwas älter, weshalb ich darin noch eine Frittierstange verarbeitet habe. Das mache ich heute nicht mehr, da die Fettmischungen dieser Stangen sehr unterschiedlich sind und man die Überfettung nur sehr ungenau berechnen kann.

Wenn du keine Frittierstange in der Seife einsetzen möchtest, dann kannst du diese Zutat zum Beispiel gegen Palmöl austauschen. Palmöl gibt es auch in zertifizierter Qualität.

Und hier geht es zum Artikel: Ziegenmilchseife mit Sole selber machen

Heilerde-Sole-Gesichtsseife selber machen

Vielleicht ist auch die Heilerde-Sole-Gesichtsseife interessant für dich. Sie wurde mit einer Mischverseifung hergestellt und schäumt daher gut. Ich habe in dieser Seife Babassuöl als Schaumfett eingesetzt und die Seife mit Heilerde versehen. Außerdem habe ich Traubenkernöl und Mandelöl verarbeitet. Es sind somit viele tolle nicht komedogene Zutaten in der Seife für die Gesichtsreinigung enthalten.

Durch die geringe Salzmenge ist sie angenehm zu benutzen und die Seife ist auch nicht extrem splittrig. Die Heilerdeseife mit Sole ist eine tolle Gesichtsseife für fettige und unreine Haut.

Hier geht es zum Rezept mit Anleitung: Heilerde-Sole-Gesichtsseife selber machen

Soleseife mit Heilerde

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Seifen ganz einfach selber machen

Mit dem ebook von naturseife-und-kosmetik erfährst du, wie du Seifen ganz einfach selbst herstellen kannst:

Ganz toll ist auch der Shop von wesentlich. Dort gibt es natürlich Pflanzenöle, Sheabutter, Wachse, Kakaobutter, jede Menge ätherische Öle und vieles mehr:

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