Seife selber machen: Seife färben und gestalten

Seife selber machen und färben

Pigmente und Farbstoffe
Seife gefärbt mit Naturtönen

Bei der Seifenherstellung zu Hause ist auch das Seife färben ein Thema, mit dem du dich etwas befassen musst. Denn meist hat man ja ein Bild der fertigen Seife im Kopf und ist dann enttäuscht, wenn sie später anders aussieht als gedacht. Daher findest du hier einige Tipps zum Seife färben.

Neben der Auswahl an Fetten und Ölen sowie diverser Zusatzstoffe ist auch die Wahl der richtigen Farbe bei der Seifenherstellung wichtig, um am Schluss ein pflegendes und schönes Stück Seife in den Händen halten zu können. Spezielle Farben für die sogenannten Gießseifen sind bei der Naturseifenherstellung nicht geeignet, da diese dem hohen pH-Wert nicht standhalten und schnell verblassen. Ebenso begrenzt haltbar sind Lebensmittelfarben, die ebenfalls schnell ausbleichen können. Beste Ergebnisse erzielt man hier noch mit Chinolingelb und Cochenillerot, die sich am beständigsten erweisen.

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Seife färben und empfehlenswerte „Färbemittel“

Für Naturseife eignen sich besonders spezielle Kosmetikpigmente, die man im Fachhandel kaufen kann, aber auch für die Herstellung von Fingerfarben geeignete Künstlerpigmente sind sehr farbecht und stabil in selbst gemachter Seife. Diese Pigmente sind ausgesprochen farbecht und verleihen deiner Naturseife leuchtende Farben.

Ebenfalls zu den Pigmenten zählt man natürliche Tonerden, die rot, grün, braun, gelb oder weiß sein können und einen dementsprechenden Farbeindruck hinterlassen, sowie Minerale wie Eisenoxid und Titandioxid. Während Letzteres für strahlendes Weiß verantwortlich ist, kann Eisenoxid Farben von Gelb über Orange, Ocker, und Rot bis hin zu Tiefschwarz erzeugen. Solche Pigmente sind in Wasser und Fett unlöslich. Sie werden also lediglich dispergiert. Pigment müssen wirklich sorgfältig eingerührt werden, da man schnell ungleichmäßige Effekte erhält. Besonders Tonerden sollten immer nochmals mit dem Stabmixer eingearbeitet werden, um später keine sichtbaren Klümpchen in der Seife zu erhalten.

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Neben den Pigmenten stehen dem Sieder zudem zahlreiche synthetische kosmetische Farbstoffe zur Auswahl. Diese Farbstoffe lassen sich meist sehr einfach und problemlos in einer kleinen Menge Wasser lösen und dem Seifenleim dann tröpfchenweise zugeben. Die Verarbeitung ist also sehr einfach möglich. Nachteilig ist allerdings, das solche Farbstoffe eigentlich nicht in eine wirkliche „Naturseife“ passen. Wenn du also eine ganz natürlich Seife selber machen möchtest, dann solltest du auf Tonerden und andere Pigmente zurückgreifen.

Seife färben auf natürliche Art

Beim Seife selber machen möchten die meisten ihrer Naturseife neben den natürlichen Tonerden nur mit rein pflanzlichen Farben den letzten Schliff geben. Naturfärbemittel haben jedoch nicht die Leuchtkraft, die Pigmente mit sich bringen. Sie erzeugen hingegen oft warme, natürliche Tönungen, die der selbst gemachten Naturseife besonders gut stehen. In einigen Fällen kann man ganz einfach die Lauge mit einem Pflanzensaft anstatt mit Wasser anrühren. Für diese Vorgehensweise eignen sich Karotten- und Kürbissaft für eine orange gefärbte Seife oder Holunderbeersaft für eine leicht violette Seife. Meistens empfiehlt es sich jedoch, das entsprechende Pflanzenmaterial sehr fein zu mahlen und als Pulver am Ende der Seifenherstellung zur Seifenmasse hinzuzugeben.

Möchte man eine gelbe Seife herstellen, verwendet man neben gelber Tonerde gemahlene Kurkuma und fein gemahlene Ringelblumenblütenblätter. Für einen Orangeton kann man Sanddornfruchtfleischöl verwenden. Eine rötliche Seife erzeugt man mit Paprikapulver (sparsam verwenden), gemahlenem roten Sandelholz, roter Tonerde oder Hagebuttenschalen. Gemahlene Alkannawurzel gibt einen violetten Ton in der Seife, ebenso wie rote Tonerde einen dunkelrot bis violetten Ton erzeugt.
Eine grüne Seife lässt sich mit relativ vielen Pflanzenpulvern erzeugen, beispielsweise durch Spinat, Algen wie Chlorella oder Spirulina, Petersilie oder Brennnessel. Allen gemein ist jedoch, dass der Farbton im Laufe der Zeit durch Oxidation leicht bräunlich wird. Dies passiert lediglich bei der Verwendung grüner Tonerde nicht, der Grünton ist hier jedoch von Natur aus eher etwas bräunlich.

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Eine braune Seife ist recht einfach durch sehr viele Methoden zu erzeugen, beispielsweise durch Verwendung von Kakaopulver, Kaffeepulver oder Zimt. Darüber hinaus sorgen Zugaben von Honig und Milch für eine braune Färbung, die in ihrer Intensität variieren kann. Ebenso können einige im Handel erhältliche Duftöle wie z.B. Vanille die Seife bräunlich verfärben.

Für eine blaue Seife gibt es hingegen nur eine Möglichkeit: Indigo. Aber Vorsicht, nur das natürliche Indigo wird aus einer Pflanze gewonnen. Heute ist es jedoch weitverbreiteter den Indigofarbstoff mit Hilfe künstlicher Synthese herzustellen.

Um den Farbeindruck beim Seife färben zu unterstützen, kann man bei der Seifenherstellung auf bestimmte Fette und Öle zurückgreifen. Rotes naturbelassenes Palmöl sorgt für ein intensiveres Orange und Hanföl, Olivenöl, Lorbeeröl sowie Avocadoöl können einen leichten frischen Grünton in die Seife zaubern.

Du möchtest noch mehr über die Farbe der Seife wissen? Dann lies den Artikel Farbe der Seife. Darin findest du auch eine tabellarische Übersicht der verschiedenen Färbemittel.

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