Kaffeeseife selber machen: Naturseife mit Kaffee

Kaffeeseife

Küchenseife gegen unangenehme Gerüche selber machen

Jeder Hobbykoch kennt wohl das Problem: nach dem Schneiden von Knoblauch und Zwiebeln bleiben unangenehme Gerüche zurück, die auch nach dem intensiven Händewaschen nicht verschwinden möchten. Aber nicht nur Knoblauch und Zwieblen auch Fisch und andere Lebensmittel hinterlassen unangenehm riechende Finger. Die Gerüche können jetzt aber ganz einfach entfernt werden. Für diesen Zweck könnt ihr eine Seife selber machen, die sehr starken Kaffee enthält. Kaffee ist für seine geruchsbindenden Eigenschaften bekannt und ebenso verhält er sich auch in der selbst gemachten Seife. Beim Waschen der Hände mit der Kaffeeseife werden Gerüche gebunden und die Haut zusätzlich durch einen hohen Überfettungsanteil gepflegt. Kaffeeseife selber machen? Unbedingt ausprobieren!

Kaffeeseife beziehungsweise Küchenseife selber machen

Ihr habt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten eine Kaffeeseife selber zu machen. Zum einen könnt ihr einfach einen sehr starken Kaffee brühen, diesen erkalten lassen und die Lauge hiermit anrühren. Es kommt kein zusätzliches Wasser hinzu. Für die Herstellung des Kaffees sollte jedoch destilliertes Wasser verwendet werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit der selbst gemachten Seife einen Peelingeffekt zu geben. Dies ist insbesondere bei Küchenseifen sinnvoll, da mit peelenden Bestandteilen sowohl Schmutz als auch Gerüche entfernt werden können. Idealerweise verwendet ihr hierfür Kaffeepulver. Bis zu 3 Esslöffel pro 500g Fett/Öl sind empfehlenswert und werden als angenehm empfunden. Die letzte Variante der Küchenseife ist die Zugabe von Milch- oder Milchprodukten. So wird aus der Kaffeeseife eine Milchkaffeeseife.

Kaffeeseife selber machen so geht’s

Wie immer soll das Seifenrezept lediglich ein Beispiel darstellen, ihr könnt also auch jedes andere Seifenrezept verwenden. Ich finde dieses gut, da die Seife schön fest, wenig schmierig und zudem recht preiswert ist. Auch die Schaumbildung ist gut. Die Menge ergibt etwa 10 normale Seifenstücke zu je 100g. Beachtet, dass die Überfettung nie genau berechnet werden kann, da Margarine in ihrer Zusammensetzung schwankt. Aus diesem Grund berechne ich den Überfettungsanteil immer etwas höher, zwischen 9 und 10 Prozent.

  • 400g PflanzenmargarineKaffeeseife selbe machen
  • 250g Kokosöl
  • 350g Rapsöl
  • NaOH-Menge bitte selbst berechnen
  • 310g starker Kaffee (kalt)
  • 5 EL Kaffeepulver

Ein Parfümöl oder ätherische Öle verwende ich bei Kaffeeseifen generell nicht. Dies hat den Grund, das Kaffeeseifen sehr charakteristisch riechen und somit auch den Duft des Parfümöls verändern oder gar überdecken.

Seife selber machen – so geht es

  1. Brüht den Kaffee auf und lasst ihn lange ziehen beziehungsweise stellt einen sehr starken Kaffee her. Lasst den Kaffee jetzt erkalten und stellt ihn anschließend für einige Stunden in den Kühlschrank.
  2. Wenn der Kaffee sehr kalt ist, könnt ihr die Fette abwiegen und in einem Topf zum Schmelzen bringen. Das Rapsöl nach dem Schmelzvorgang zu den Fetten in den Topf geben.
  3. Anschließend die Lauge abwiegen und vorsichtig in den kalten Kaffee rieseln lassen (Bitte immer unter Beachtung der Sicherheitsregeln arbeiten!).
  4. Lauge und Fette abkühlen lassen.
  5. Nun die Lauge zu der Öl-Fettmischung in den Topf geben und mit einem Löffel sorgfältig verrühren. Jetzt könnt ihr den Stabmixer zur Hand nehmen und die Masse zum Andicken bringen.
  6. Im Anschluss gebt noch das Kaffeepulver zu (bei Bedarf) und rührt es homogen unter die Masse.
  7. Füllt die Seifenmasse in die bereitgestellte Seifenform und lasst das Ganze mindestens 24 Stunden ruhen.
  8. Nun könnt ihr die Kaffeeseife in handliche Stücke schneiden und vier bis sechs Wochen reifen lassen.

Kaffeeseifen riechen anfangs unangenehm, dieser Geruch verfliegt aber im Laufe der Zeit. Ein charakteristischer Duft bleibt jedoch erhalten.

Tipp: Wer sich einen zusätzlichen Pflegeeffekt wünscht, kann einfach einen großzügigen Esslöffel Sahnequark oder Mascarapone in die Seifenmasse rühren. Die Seifenform sollte dann aber nur sehr sparsam isoliert werden. Ein Abdecken genügt.

Seife selber machen – so geht es!

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