Wie die Seife einen angenehmen Schaum bekommt

Zusätze in der Naturseife für viel Schaum

Zebraseife selber machen
Selbst gemachte Seife in Zebra-Optik

Seife ist nicht gleich Seife, das wissen alle, die bereits mehrere Seifen gesiedet haben. Besonders die Schaumeigenschaften einer Seife sind für das Waschen wichtig und viele Seifenverwender wünschen sich einen cremigen, reichhaltigen und stabilen Schaum. Hier gibt es aber Unterschiede, denn es können Seifen gesiedet werden, die sehr wenig Schaum entwickeln oder einen zwar üppigen jedoch eher großporigen Schaum bilden. Wer sich einen cremigen, stabilen Schaum wünscht, wird also in der Regel bei der optimalen Zusammensetzung der Fette beginnen.  In unseren Rohstoff-Porträts sind wir auf die Eigenschaften eines Öls oder Fetts in der Seife eingegangen und verraten auch, wie sich dieses auf den Schaum der Naturseife auswirkt. Weitere Hinweise dazu gibt es auch im Artikel 1-Öl-Seifen. Neben der gut gewählten Fett- und Öl-Kombination können aber noch weitere Zusätze für einen besonders angenehmen Schaum sorgen.

Cremiger Schaum durch Milch in der Naturseife

Milchseifen sind allgemein besonders cremig. Milch macht den Schaum üppiger und sehr viel cremiger und sahniger. Wer sich wirklich viel üppigen Cremeschaum wünscht, sollte es mal mit einer Mandelmilchseife probieren. Denn Mandelmilch gehört zu den Milchsorten, die für einen wirklich sehr reichhaltigen Schaum sorgt. Und das Beste: Mandelmilch kann man auch einfach selbst herstellen. Ebenfalls zu empfehlen ist übrigens Hafermilch, die man ebenfalls einfach selbst herstellen kann.

Seide und Alternativen dazu

Auch Seide ist als Zusatz in der Seife bekannt. Die Seidenfasern werden dabei einfach in der heißen Lauge gelöst. Der Effekt in der Seife ist erstaunlich: Der Schaum der Naturseife bekommt einen tollen sanften Griff und eine angenehme Cremigkeit. Und jetzt kommt das aber: Bei der Produktion herkömmlicher Seide wird die Seidenraupe getötet, sobald sie ihren für uns so wertvollen Kokon gesponnen hat. Dieser Vorgang hat den Zweck, den Kokon zu erhalten, den die Raupe nach dem Schlüpfen zum Schmetterling ggf. zerstören würde. Daher kommt es für viele Menschen nicht infrage, Seide zu tragen oder sie gar in Naturseifen zu verwenden.

Eine sinnvolle Alternative für alle, denen die Natur am Herzen liegt, ist daher die sogenannte Tussah-Seide oder Tussah-Wildseide. Bei der Tussah-Seide wird der Kokon erst dann geerntet, wenn der Schmetterling geschlüpft ist. Für die Industrie hat das den Nachteil, dass der Kokon zerstört wird und die Seide daher nicht mehr einfach abgewickelt werden kann. Tussah-Seide wird aus diesem Grund im sogenannten Kammgarnverfahren gewonnen und im Anschluss zu Garnen gesponnen. Die Struktur der Tussah-Seide ist daher meist unregelmäßiger als bei herkömmlicher Seide. Bei der Seifenherstellung ist das aber natürlich egal und daher ist es wirklich sinnvoll, auf Tussah-Wildseide zurückzugreifen.

Schafwolle als natürlicher Schaumbooster in der Seife

Hört sich vielleicht komisch an, funktioniert aber: Schafwolle in der Seife. Die Verarbeitung sollte ebenso durchgeführt werden, wie man es von Seide kennt. Die Wolle wird also direkt in die heiße Lauge gegeben und löst sich darin auf. Durch die Eiweiße der Schafwolle und ggf. durch den Zusatz Lanolin in der Wolle bekommt die Naturseife einen tollen Schaum. Wer also einen Bauern mit Schafen um die Ecke hat, kann ja mal nach einer Handvoll Schafwolle fragen 😉 Dann aber nicht vergessen, die Wolle einmal gut mit heißem Wasser durchzuwaschen. Nach dem Sieden einer Seife mit Schafwolle kann übrigens ein etwas unangenehmer aber typischer Geruch entstehen. Dieser verfliegt nach wenigen Tagen. Einsatzkonzentration: 0,2 bis 1,00 %.

Naturseife mit Talkum für angenehmen Schaum

Talkum, Heilerde, Tonerde, etc. sorgen nicht unbedingt dafür, dass Schaumberge entstehen. Die Zusätze machen den Schaum aber cremig und geben ein angenehmes Hautgefühl. Daneben sind diese Zusätze eine gut Möglichkeit, die Naturseife zu färben.

Welche Schaumbooster für die Naturseife es noch gibt:

  • Stearinsäure
  • Lecithin
  • Zucker
  • Honig
  • Rizinusöl

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