Lorbeeröl in Seifen und Cremes

Naturkosmetik mit Lorbeeröl

Lorbeeröl wird in der Kosmetik wenig verwendet. Lediglich in Seifen ist es eine bekannte Zutat. Vor allem von den berühmten Aleppo Seifen kennt man das Öl des Lorbeers. Aber auch, beim Seife selber machen kann Lorbeeröl zum Einsatz kommen. Allerdings solltest du dabei einiges beachten.

Lorbeeröl

Lorbeeröl wird aus den Früchten des Echten Lorbeer hergestellt, der ursprünglich aus Vorderasien kommt. Die immergrünen Sträucher oder Bäume haben zugespitzte, längliche, dunkelgrüne Blätter, die aromatisch duften. Die Blütezeit ist zwischen April und Mai, die Früchte, aus denen das Öl gewonnen wird, sind schwarz und werden auch gern als Gewürz verwendet. Sie enthalten etwa 30 bis 40 % Öl. Durch Pressen der Früchte gewinnt man das Öl, das vor allem in Seifen beliebt ist. Wichtiger Bestandteil ist es zum Beispiel in der berühmten Aleppo Seife.

Herstellung und Wirkung

Lorbeeröl gewinnt man, indem die zerkleinerten Früchte in beheizten Pressen gepresst werden. Eine andere Methode ist, die Früchte mit Wasser auszukochen.Verwechselt es bitte nicht mit dem ätherischen Lorbeeröl. Dieses hat mit dem fetten Öl nichts zu tun, denn es wird nicht aus den Früchten gewonnen, sondern durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern der Pflanze.

Das Öl ist dunkelgrün bis braungrün und hat eine salbenartige Konsistenz. Es riecht stark aromatisch und erinnert entfernt an Eukalyptus.

Lorbeeröl enthält einen hohen Anteil an Laurinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure (knapp 50%) und Linolsäure.

Eigenschaften

mittelspreitendes, nicht trocknendes Öl

Verwendung von Lorbeeröl in der Kosmetik

Vom Lorbeer kennen wir vor allem die Verwendung der Blätter. Diese geben sowohl Soßen als auch Suppen und anderen Gerichten eine spezielle Note. Unverzichtbar ist aber auch das Öl der Lorbeerfrüchte, nämlich in der berühmten Aleppo Seife, die vor allem aus Oliven– und Lorbeeröl hergestellt wird. In Cremes und anderen Kosmetika wird es  hingegen weniger verwendet. Das liegt daran, dass Lorbeeröl in kosmetischen Mitteln aufgrund seiner allergieauslösenden Eigenschaften verboten ist. Eingesetzt werden kann es jedoch bei rheumatischen Beschwerden, Prellungen und Verstauchungen beispielsweise als Teil eines Massageöls. Beim Selbermachen solcher Produkte sollte aber stets eine geringe Konzetration des Öls eingesetzt werden.

Das grüne Öl in Seifen

Zu beachten ist, dass Lorbeeröl aufgrund des hohen Anteils an ätherischem Öl hautreizend sein kann und nicht von jedem vertragen wird. In Seifen ist das meistens kein Problem. Auch die so beliebte Aleppo-Seife enthält etwa 10 bis 75 % des Öls vom Lorbeer. Hier sorgt sie auch für eine gewissen Schaumbildung. Denn die Aleppo Seife besteht traditionell lediglich aus Olivenöl und Lorbeeröl. Da Olivenöl aber keinen Schaum erzeugt, dient Lorbeeröl hier als schaumfördernde Komponente.

Aufgrund des guten Schaumverhaltens in Seifen kann das grüne Öl in einer Einsatzkonzentration von bis zu 30 % genutzt werden. Besonders bewährt hat sich die Verwendung in klassischen Olivenölseifen sowie in Haarseifen und Duschseifen.

Das Öl der Lorbeerfrüchte ist dunkelgrün, was sich auch in der selbst gemachten Seife bemerkbar macht. Möchtest du das Öl in deiner Seife verwenden, beachte, dass es die Seife grün färbt. Diese Farbe ändert sich mit der Zeit und die Seifen tendieren von der Farbe dann eher zu einem schönen olivegrün. Daher ist Lorbeeröl natürlich ideal als Zusatzkomponente in Olivenölseifen.

Rezept für eine Seife mit Lorbeeröl
  • 350 g Olivenöl
  • 70 g Lorbeeröl
  • 50 g Kokosöl
  • 30 g Rizinusöl
  • NaOH-Menge bitte selbst berechnen
  • etwa 130 g Wasser, destilliert, eiskalt

Herstellung unter Beachtung der Sicherheitsregeln:

  1. Mit NaOH und dem kalten Wasser die Lauge herstellen.
  2. Kokosöl zusammen mit dem Lorbeeröl schmelzen. Olivenöl und Rizinusöl zugeben.
  3. Komponenten abkühlen lassen, auf etwa 35 °C.
  4. Lauge zu den Fetten geben, Masse mit dem Stabmixer zum Andicken bringen.
  5. In Seifenformen füllen, die Seife isolieren (Gelphase erwünscht) und gut 24 Stunden ruhen lassen.
  6. Am nächsten Tag ausformen, schneiden und dann 6 bis 8 Wochen trocknen und reifen lassen.

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