Parfum selber machen

So stellst du in wenigen Minuten dein eigenes Parfum her

Parfum selber machen Mazerate selber machen

Wenn du es einmal gefunden hast gibst du es so schnell nicht wieder her: Dein eigenes Lieblingsparfum, das einfach zu dir gehört und dessen Duft dir unter 100 anderen immer der Liebste ist. Andere Parfums haben dann höchstens noch zu besonderen Anlässen eine Chance, an deine Haut zu kommen. Unzählige Duftvarianten und -versuchungen werden uns vom Handel angeboten. Aber eines kann uns kein handelsübliches Parfum bieten – unseren eigenen, einzigartigen Duft. Wolltest auch du schon immer deinen eigenen Duft kreieren? Kein Problem. Mit meiner einfachen Anleitung kannst du dein individuelles und unverwechselbares Parfum selber machen. Doch bevor es ans Parfum selber machen geht, erst einmal vorab ein paar Infos über das Parfum an sich.

Was ist Parfum und wo kommt es ursprünglich her?

Vermutlich werdet ihr es alle bereits wissen, aber wir fangen von ganz vorne an. Was ist eigentlich Parfum? Ein Parfum ist eine mit Duftstoffen angereicherte Flüssigkeit, die durch alkoholische Flüssigkeiten haltbar gemacht wurde. Einfache Erklärung für gutes Basiswissen.

Ein Parfum sorgt nicht nur dafür, dass andere uns gut riechen können, sondern beeinflusst auch unsere eigene Meinung, wen wir als sympathisch oder anziehend empfinden. Ein kleiner Trick der Industrie, den unser Gehirn nur allzu gerne annimmt.

Bereits die alten Ägypten wussten einen guten Duft zu schätzen. Die damaligen Düfte wurden einerseits zur Salbung und Körperbalsamierung eingesetzt, zum anderen wurden die gut riechenden Stoffe in den Tempeln zur Götterverehrung verbrannt. Der entstandene Rauch zog bis in den obersten Teil der Tempel. Daher auch das Wort Parfum „Per Fumum“ heißt nichts anderes als „durch den Rauch“.

Dank der Kreuzritter, die das Parfum mit nach Europa brachten, dürfen auch wir heute gut riechen.

Lies hierzu auch unseren Artikel zur Aromatherapie.

Was gibt es für Qualitätsunterschiede bei Parfüms?

Was du schnell beim Parfüm selber machen feststellen wirst: Das Herzstück eines jeden Parfüms sind die enthaltenen Duftöle. Je höher der Anteil der Parfumöle, desto hochwertiger und teurer ist das Endprodukt. Es wird zwischen folgenden Verdünnungsklassen unterschieden:

  • Eau de Solide (1–3 %).
  • Eau de Cologne oder Kölnisch Wasser (3–5 %).
  • Eau de Toilette (6–9 %)
  • Eau de Parfum (10–14 %)
  • Extrait Parfum oder Extrait de Parfum (15–30 %) – intensive Varianten bis zu 40%

Wenn du Wert auf einen langanhaltenden und intensiven Geruch legst, solltest du bei der Auswahl deines Parfums auf eine besonders hohe Konzentration dieser Stoffe achten.

Wie ist ein Parfum aufgebaut?

Parfums bestehen aus sehr vielen einzelnen Bestandteilen (150-200 Stück), welche in drei verschiedene Duftnoten eingeteilt werden:

  1. Kopfnote
  2. Herznote
  3. Basisnote

Der Geruch, welchen du in den ersten Minuten nach dem Auftragen wahrnimmst, wird als Kopfnote bezeichnet. Sie ist der erste Eindruck des Parfums und ist meist ein intensiver und schnell flüchtiger Duftstoff, welcher nur 10-15 Minuten anhält.

Auf dieses erste Bild folgt die Herznote. Diese ist nicht nur der eigentliche Charakter des Parfums, sondern bildet auch den Verlauf zur letzten Parfumnote, der Basisnote. Sie enthält langhaftende, schwere Duftstoffe. Bei einem guten Parfum ist sie bereits in der Kopf- und Herznote ansatzweise erkennbar. Meist handelt es sich um intensiv duftende Öle wie Jasmin, Vanille oder Teebaumöl.

Für die Kreation eines guten Parfums sind nicht nur die richtigen Duftstoffe und deren Konzentration von Bedeutung. Auch der Verlauf der drei Duftnoten muss gut aufeinander abgestimmt sein.

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Was gibt dem Parfüm seinen individuellen Duft?

Ob süßlich, herb oder exotisch. Für jedes Näschen gibt es das passende Parfum. Für den unverwechselbaren Geruch sorgen Duftbausteine, die in Kombination miteinander ein einzigartiges Parfum ergeben. Es wird unterschieden zwischen

  • Blütendüften (Jasmin, Lavendel Veilchen …)
  • Düften aus Gräsern und Blättern (Lorbeerblatt, Tabak…)
  • Düften aus Früchten (Orange, Limette, Erdbeere, Pflaume…)
  • Düften aus Gewürzen (Anis, Ingwer, Muskatnuss…)
  • tierischen Düften (Amber, Moschus, Castoreu…)
  • Gourmand Noten (Schokolade, Zucker, Honig, Mandeln…)

Die allermeisten Duftstoffe werden synthetisch hergestellt. Die Gewinnung aus natürlichen Zutaten kommt vor allem aus Kostengründen nur noch sehr selten zum Einsatz. Wenn man bedenkt, dass beispielsweise zur Gewinnung von Jasminöl unfassbare 1000 kg Blüten benötigt werden, kannst du dir vorstellen, weshalb dieses Gewinnungsverfahren nur noch eine Randerscheinung ist.

Was sind Duftfamilien?

Von verschiedensten Seiten der Parfumindustrie gibt es seit jeher die Bemühung, Parfums in unterschiedliche Duftfamilien einzugliedern. Aufgrund der Komplexität der Duftnoten und den immer wieder neu hinzukommenden Duftrichtungen ist diese Untergliederung schwer umzusetzen.

Mittlerweile wurden verschiedene Unterteilungen vorgenommen und bis zu 14 verschiedene Untergruppen erstellt. Ob krautige, kühle oder seifige Duftrichtungen. Es gibt zahlreiche Unterteilungen, welche immer wieder erweitert oder abgeändert werden.

Auf die bekanntesten Duftrichtungen wirst du bei vielen gängigen Parfums bereits gestoßen sein. Die blumige und die orientalische Duftrichtung und die Duftrichtung Chypre.

Blumige Düfte riechen nach Rose, Narzisse, Iris, Nelke oder anderen Blumen. Orientalische Duftrichtungen enthalten warme und sinnliche Stoffe wie Moschus, Vanille oder Muskat. Bei der Duftrichtung Chypre handelt es sich um einen mediterranen Duftstoff, der eine Kombination aus frischen Düften und erdigen, balsamischen Düften enthält.

Du möchtest noch mehr über die einzelnen Duftrichtungen erfahren oder dich über verschiedene natürliche Duftnoten einlesen? Dann schau dir die Rohstoffportraits zu den zahlreichen ätherischen Ölen an, dir naturseife-und-kosmetik.de bereitstellt: Kategorie ätherische Öle oder sortiert im Glossar.

Nachdem ihr jetzt genug Infos über das Parfum an der Hand habt, gehen wir jetzt auf zur Praxis um unser Parfum selber zu machen. Also Ärmel hochkrempeln und los geht’s!

So kannst du dein eigenes Parfum selber machen

Um ein eigenes Parfum zu kreieren, sind im Prinzip nur zwei Komponenten notwendig:

  1. Alkohol (Ethanol / Weingeist)
  2. Ätherische Öle

Zudem benötigst du einen Flakon, einen Behälter zum Mischen und ggf. einen kleinen Trichter, mit dem du die Parfummischung in den Flakon umfüllen kannst. Gut geeignet sind dunkle Flakons aus Braunglas, da das Parfum darin einfach länger hält (lies hierzu auch: Was man bei der Verwendung ätherischer Öle beachten sollte und Was sind ätherische Öle?). Mit dieser Anleitung kannst du einfach und schnell deinen individuellen und persönlichen Duft kreieren.

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Parfum selber machen – leichter, frischer Frühlingsduft      

Parfum selber machen – schwer und betörend

Der Inhalt ergibt 20 ml

Parfum selber machen – blumige Mischung

  • 20 Tropfen ätherisches Öl Jasmin
  • 10 Tropfen ätherisches Öl Patschuli
  • 10 Tropfen ätherisches Öl Lavendel
  • 10 Tropfen ätherisches Öl Rose

Parfum selber machen – süßlich und frisch

  • 30 Tropfen ätherisches Öl Vanille
  • 15 Tropfen ätherisches Öl Neroli
  • 10 Tropfen ätherisches Öl Rose
  • 20 ml Ethanol

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Parfum selber machen – Anleitung

Fülle zuerst das Ethanol in dein Fläschchen zum Mischen. Dann gib die ätherischen Öle hinzu. Fest verschließen und leicht schütteln. Fülle anschließend dein Gemisch in den Flakon und stelle diesen an einen gut lichtgeschützten, kühlen Ort.

Wie beim Seife selber machen ist auch bei der Parfumherstellung etwas Geduld gefragt: Nach 2 Wochen ist dein Parfum ausgereift. Vergiss nicht, es während dieser Zeit regelmäßig zu schütteln, damit die Stoffe eine gute Verbindung miteinander eingehen.

Viel Spaß damit!

Ich hoffe diese kleine Exkursion in die Welt des Parfums hat dir gefallen. Sofern du beim Parfum selber machen Erfolg hattest, freue ich mich auf einen Kommentar oder ein Feedback, wie dir dein eigener Duft gefallen hat.  Und wenn du bereits eigene Duftkreationen entworfen hast, teile diese doch ebenfalls in der Kommentarfunktion mit!

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