Seife für trockene Haut und Psoriasis

Reichhaltige Naturseife für trockene Haut

Reichhaltige Seife selber machen
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Wer unter einer Hauterkrankung leidet, ist verständlicherweise immer vorsichtig beim Ausprobieren neuer Produkte. Doch das Seife selber machen bei Psoriasis ist eine gute Idee. Denn eine selbst gemachte Naturseife kann auch sehr trockener Haut mit Schuppenflechte gute Dienste leisten. Das liegt unter anderem daran, dass selbst gemachte Naturseife die Haut nicht austrocknet, sie mit Fett und Feuchtigkeit versorgt und die Hautbalance wiederherstellt.

Was ist Psoriasis und wieso kann eine Seife helfen?

Psoriasis ist eine Hautkrankheit, unter der Betroffene in unterschiedlicher Weise leiden. Die Einen trifft es stärker, die Anderen erleben nur hin und wieder mal einen Schub mit trockenen, schuppenden Hautstellen und leichten Entzündungen.

Unter Psoriasis leiden viele Menschen, Kinder wie auch Erwachsene sind betroffen. Manche der Betroffenen leiden nur hin und wieder in geringem Maße unter der Hautkrankheit, anderen macht die Psoriasis regelmäßig das Leben schwer. Dabei handelt es sich um Schuppenflechten. Chrakteristisch für die Psoriasis sind die Entzündung und Schuppung der Haut. Als Hauptursache für die Entstehung der Hautkrankheit werden genetische Faktoren genannt. Einen Schub auslösen kann aber Stress, bestimmte Medikamente und auch drückende, scheuernde Kleidung sowie eine ungünstige Lebensweise mit Alkohol und Nikotin.

Vielen fällt es nicht leicht, eine passende Pflege für ihre Haut zu finden und es wird daher gerne auf teure medizinische Waschcreme und Co. zurückgegriffen. Dabei kann auch eine einfache Naturseife gute Dienste leisten und die empfindliche und trockene Haut hervorragend reinigen und gleichzeitig pflegen.

Seife selber machen bei Psoriasis? Eine echte, natürliche Seife kann bei fast allen Hauttypen und Hautproblemen benutzt werden. Auch bei sehr trockener Haut und Schuppenflechten muss nicht zwangsweise auf Seife verzichtet werden. Denn eine Naturseife bietet viele Vorteile:

  • Sie wirkt rückfettend und verhindert so das Austrocknen der Haut
  • Naturseife, die mittels Kaltrührverfahren hergestellt wurde, versorgt die Haut durch den natürlichen Glyceringehalt mit Feuchtigekeit
  • Selbst gemachte Seife kann mit reichhaltigen, pflegenden und rückfettenden Ölen und Fetten hergestellt werden
  • Sie kann auf Wunsch frei von Duftstoffen, Farbstoffen und tierischen Ölen, Fetten und Zusatzstoffen sein
  • Es werden für die Herstellung keine Emulgatoren oder Konservierungsstoffe benötigt

Bei einigen Hauttypen ist es immer schwer, die richtige Pflege zu finden. Dies ist bei fettiger, unreiner Haut ebenso schwierig wie bei sehr trockener Haut oder Psoriasis. Da die Haut bei jedem anders reagiert, sind die meisten Menschen mit Psoriasis und sehr trockener Haut beim Ausprobieren neuer Produkte vorsichtig.

Dennoch möchte ich euch gerne ein Seifenrezept für eine pflegende Seife vorstellen, die sich auch bei sehr trockener Haut mit Psoriasis (Schuppenflechte) bewährt hat. Ich kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen, kann aber nicht versprechen, dass sie bei jedem gleichermaßen gut wirkt.

Auf einen Versuch kann man es aber sicher ankommen lassen.

Seife selber machen bei Psoriasis – Die Öle für die Psoriasis Seife

Jede gute Seife braucht ein Schaumfett. Schaumfette sind Fette, die in der späteren Seife für viel Schaum sorgen und für die hohe Reinigungskraft verantwortlich sind. Dazu zählen unter anderem Bassuöl, Kokosöl und Palmkernöl. In den meisten Seifenrezepten wird Kokosöl eingesetzt. Es ist relativ preiswert und gut zu bekommen, macht die Seife angenehm hart und produziert einen reichhaltigen, großblasigen Seifenschaum.

Als Schaumfett wurde bei dieser Seife bewusst auf Kokosöl verzichtet, da das Öl bei vielen Menschen austrocknend wirkt. Dies ist bei trockener Haut natürlich kontraproduktiv. Milde Alternativen sind Babassuöl und Palmkernöl, die beide als sehr gute Schaumfette gelten. Palmkernöl ist das mildeste alle Schaumfette für die Seife, wird aber nicht von jedem gerne benutzt. Wer zertifziertes Palmkernöl verwendet, macht damit aber sicher nichts falsch und kann im Rezept auch komplett auf Palmkernöl umsteigen. In diesem Fall einfach die Menge des Babassuöls zum Palmkernfett addieren und das Babassuöl komplett weglassen.

Wer kein Palmkernöl verwenden möchte, kann die gesamte Menge der Schaumfette mit dem Babassuöl decken. Das kann also jeder so machen, wie es für ihn richtig erscheint.

Olivenöl ist natürlich das Pflegeöl schlechthin und sollte in der Naturseife für trockene Haut nicht fehlen. Ich habe im Seifenrezept gegen Psoriasis einen hohen Olivenölanteil verwendet. Zu beachten ist, dass die Seife mit hohem Olivenölanteil länger reifen muss. Aber auch Avocadoöl ist ideal, um trockene Haut zu pflegen. Es spendet viel Feuchtigkeit, bekämpft Verhornungsstörungen und wird von empfindlicher und schuppiger Haut sehr gut vertragen. Auch in Seifen merkt man seine tolle Pflegewirkung, sofern genug Avocadoöl eingesetzt wird. Das Sesamöl hingegen pflegt durch Vitamine und Lecithin die Haut weich und glatt. Fehlen darf natürlich auch Sheabutter nicht, denn sie wird bei Psoriasis und sehr empfindlicher, trockener Haut immer gut vertragen. Zudem sorgt sie in diesem Seifenrezept für etwas mehr Griff und Festigkeit.

Seifenrezept der pflegenden Naturseife

Hinweise zur Seifenherstellung:

Vor dem Seife selber machen bei Psoriasis ist das genaue Einlesen besonders wichtig. Wer noch gar keine Erfahrung hat, kann sich gerne die Anleitung zur Seifenherstellung ansehen. Da das Thema aber doch recht umfassend ist, möchte ich an dieser Stelle auf das ebook Kreative Seifen einfach selber machen hinweisen. Darin steht wirklich alles, was ihr zum Thema wissen müsst.

Wenn ihr die Seife für sehr trockene Haut herstellen möchtet, denkt bitte imnmer an die Sicherheitsregeln. Gerne könnt ihr auch noch nachlesen, wie die Lauge hergestellt werden muss und was dabei zu beachten ist.

Um nun die Seife für Psoriasis und sehr trockene Haut herzustellen, geht einfach wie folgt vor:

  1. Etwa die Hälfte des destillierten Wassers wird einen Tag vorher eingefroren. Benutzt dafür praktische Eiswürfelformen. Wenn das Wasser zum Teil gefroren vorliegt, erhitzt sich die Lauge nicht so stark. Dadurch wird die Dampfentwicklung vermieden und ihr könnt zudem schneller weiterarbeiten.
  2. Nun also den gefrorenen Teil des Wasser mit dem restlichen ungefrorenen Teil in einem laugenbeständigen Behälter abwiegen.
  3. Jetzt bitte die Sicherheitsausrüstung anlegen! Also unbedingt an die Schutzbrille und feste Gummihandschuhe denken.
  4. NaOH in einem separaten Becher abwiegen. Dafür eignen sich kleine Plastikbecher oder auch ausgewaschene Joghurtbecher, die anschließend einfach entsorgt werden können.
  5. Am besten arbeitet man jetzt in der Spüle. Denn sollte doch mal etwas daneben gehen, kann man NaOH oder Lauge einfach wegspülen. Die NaOH-Plättchen nun also langsam in das eiskalte Wasser rieseln lassen und die Lauge umrühren. So lange rühren, bis das gesamte NaOH gelöst ist. Lauge stehen lassen zum Abkühlen.
  6. In der Zwischenzeit werden Palmkernöl und Babassuöl in einem Topf abgewogen. Auf der Herdplatte können die Fette nun bei geringer Wärmezufuhr langsam schmelzen. Im Anschluss den Topf vom Herd nehmen und die Sheabutter im Topf mit den Fetten abwiegen. Sie kann nun langsam in den warmen Fetten schmelzen. Bitte die Sheabutter möglichst nicht mehr zusätzlich erhitzen.
  7. Danach werden die Öle im Topf abgewogen, alles gut durchmischen. Die Mischung noch etwas abkühlen lassen.
  8. Da kalt gearbeitet wurde, ist die Lauge nun sicher bereits ausreichend abgekühlt und kann zu den Fetten und Ölen in den Topf geschüttet werden. Dieser Arbeitsschritt sollte vorsichtig und sorgsam erfolgen, damit keine Lauge hochspritzt oder gar daneben gegossen wird. Du kannst die Lauge auch durch ein feines Sieb gießen, um eventuell nicht gelöste NaOH Kristalle aufzufangen. Wichtig bei diesem Schritt: Immer mit Handschuhen und Schutzbrille arbeiten. Auch hier arbeitet man am besten in der Spüle.
  9. Schutzbrille bitte nicht abnehmen, denn jetzt wird der Seifenleim emulgiert. Das macht man am besten mit dem Pürierstab. Also nun die Mischung gut durchmixen und immer mal mit dem Kochlöffel umrühren.
  10. Wenn der Seifenleim fester wird und an Pudding erinnert, ist er fertig zum Einformen. Der Seifenleim wird nun also in die bereitgestellte Seifenform gegossen. Die Form gut isolieren und dann 24 Stunden stehen lassen. In dieser Zeit durchläuft sie in der Regel eine Gelphase und wird anschließend fest.
  11. Nach 24 Stunden kann die Seife aus der Seifenform geholt werden. Dafür am besten Handschuhe anziehen, da die frische Seife die Haut reizen kann. Seife nun in handliche Stücke schneiden und mindestens 6 Wochen reifen lassen.

Tipps: Die Seifenstücke müssen immer über mehrere Wochen reifen und trocknen. Erst nach etwa 6 Wochen ist die Seife so weit, dass sie benutzt werden kann. Besser ist es aber, wenn die Seife gegen Psoriasis noch länger reifen darf. Sie wird so fester, milder und ergiebiger.

Die Seife für Psoriasis

Die Seife nach obigen Rezept ist besonders mild und gut verträglich. Sie fettet zurück, bindet Feuchtigkeit und verhindert so das Austrocknen der Haut. Wenn kein Parfümöl oder Farbstoff zugegeben wird, ist die Seife Allergenfrei, frei von jeglichen Farb- und Duftstoffen und natürlich auch frei von Konservierungsstoffen.

Naturseife bei Psoriasis – noch ein Tipp

Auch bei sehr trockener Haut hat sich die Verwendung von Salz- und Soleseifen bewährt. Ich würde es zuerst mit einer Soleseife probieren und schauen, ob sie vertragen wird. Ihr könnt auch gerne das vorgestellte Seifenrezept zu einer Soleseife umwandeln. Verwendet dann einfach 25 bis 30 g Meersalz pro 100 g Wasser. Das Salz wird im Wasser gelöst und erst dann rührt man das NaOH unter. Mehr zur Solseife findet ihr in diesem Artikel. Und hier habe ich ein komplettes Tutorial zur Herstellung einer Seife mit Sole veröffentlicht.

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