Gesichtsseife selber machen mit Schlamm und Tonerde

Tolle Seife sieden für das Gesicht

Gesichtsseife selber machen
Seife mit Schlamm aus dem Toten Meer und rosa Tonerde

Eine Gesichtsseife selber machen? Gesichtsseifen haben einige Besonderheiten und sie können ideal zur täglichen Reinigung der Gesichtshaut verwendet werden. Eine Gesichtssteife mit Schlamm und rosa Tonerde ist gut zur Reinigung der normalen Haut geeignet. Doch auch Mischhaut und leicht fettige Haut können mit dieser Seife gereinigt werden. Für das Selbermachen der Seife brauchst du nur wenige Zutaten und natürlich etwas Erfahrung in der Seifenherstellung. Ich möchte dir hier gerne erklären, wie du die Seife mit Schlamm und Tonerde herstellst und was du dabei beachten musst.

Eine Gesichtsseife selber machen mit Schlamm aus dem Toten Meer und rosa Tonerde? Hier findest du ein passendes Seifenrezept und natürlich die Anleitung zum Selbermachen.

Die DIY-Gesichtsseife mit Schlamm und Tonerde

Ich stelle dir hier ein Seifenrezept für eine reinigende und pflegende Gesichtsseife vor. Als Grundzutaten habe ich Olivenöl, Kokosfett, Sheabutter, Rapsöl und Reiskeimöl verwendet:

Olivenöl

Ich habe in dieser Gesichtsseife einen hohen Anteil Olivenöl verarbeitet. Denn Olivenöl macht die Seife mild und gut verträglich. Da Seifen mit hohem Anteil an Olivenöl länger reifen müssen, sollte für die Reifezeit eine Dauer von mindestens acht Wochen eingeplant werden.

Kokosöl

Kokosöl dient als Schaumfett, auch in der Gesichtsseife mit Schlamm und rosa Tonerde. Es erzeugt einen reichhaltigen Schaum und reinigt die Haut gründlich.

Sheabutter

Sheabutter ist eines meiner liebsten Fette. Denn die Butter ist sehr pflegend und mild und wird von allen Hauttypen gut vertragen. In der Seife sorgt sie für einen dezenten, aber sehr cremigen Schaum. Sie sorgt für eine gute Festigkeit der Seife und ist für empfindliche Gesichtshaut optimal geeignet. Da Sheabutter für jeden Hauttyp gut geeignet ist, kann man mit dieser Seifenzutat nichts falsch machen.

Rapsöl

Als preiswertes Basisöl ist Rapsöl eines meiner Lieblingsöle für die Seifenherstellung. Auch das Rapsöl verhilft in diesem Rezept zu einer guten Härte der Seife. Durch die Kombination der verschiedenen Öle und Fette ist die Seife weder hart und brüchig noch schmierig und weich.

Reiskeimöl

Reiskeimöl sorgt für eine gute Textur der Seife. Denn mit den anderen Fetten und Ölen kombiniert, macht das Reiskeimöl die Seife geschmeidig und verhindert, dass diese zu splittrig wird. Das Öl verhilft zudem zu einem stabilen und cremigen Schaum.

Eigenschaften der fertigen Gesichtsseife

Die Seife ist fest und schäumt gut und stabil. Diese Gesichtsseife ist für normale Haut und Mischhaut sowie für leicht fettige Haut gedacht. Wenn du fettige und unreine Haut hast, dann ist diese Seife ebenfalls gut geeignet. Ich würde dann allerdings das Kokosöl gegen Babassuöl austauschen. Babassuöl gilt als nicht komedogen und bei unreiner Haut ist das Öl daher dem Kokosöl vorzuziehen. Die Eigenschaften der beiden Schaumfette sind nahezu identisch, weshalb ein Austausch kein großes Problem darstellt.

Du kannst den Laugenunterschuss beziehungsweise die Überfettung ganz nach Wunsch wählen.

Gesichtsseife selber machen – Seifenrezept

Schwierigkeitsgrad: einfach

Form: Normale Blockform

Rührzubehör: Normales Rührzubehör wie Topf, Stabmixer, laugenfester Behälter zum Anrühren der Lauge, Behälter für das NaOH, Waage, Löffel, 2 zusätzliche Behälter

Rezept: 400 g Olivenöl, 250 g Kokosöl, 100 g Sheabutter, 150 g Rapsöl, 100 g Reiskeimöl, NaOH nach Wunsch (Laugenunterschuss etwa 8 bis 10 Prozent), 310 g kaltes destilliertes Wasser

Färbung: Wenn du genau die abgebildete Gesichtsseife selber machen möchtest, dann benötigst du außerdem 2 gehäufte Teelöffel Totes Meer Schlamm, 2 Teelöffel rosa Tonerde, Titandioxid in die Lauge

Duft: 6 g ätherisches Lavendöl, 4 g ätherisches Palmarosaöl und 3 g ätherisches Patschuliöl

Gesichtsseife selber machen – So wird es gemacht

Wie immer, wenn Seifenrezepte vorgestellt werden, gehe ich davon aus, dass du mit der Seifenherstellung vertraut bist. Seife selber machen solltest du immer nur nach gründlicher Vorbereitung und nach dem genauen Einlesen in das Thema. Denn da beim Seife selber machen ätzende Lauge benötigt wird, ist eine gute Vorbereitung wichtig.

Du weißt noch nicht genau, wie das mit der Seifenherstellung funktioniert? Dann kann ich dir das ebook Kreative Seifen einfach selber machen empfehlen. Darin steht alles rund um die Seifenherstellung genaustens beschrieben.

Du weißt, was Sache ist und wie man Seife selbst herstellt? Dann lies weiter:

  1. Die Seife wird unter Beachtung der Sicherheitsregeln angerührt. Stell bereits zwei Behälter bereit. In einen gibst du die rosa Tonerde, der andere Behälter bleibt leer.
  2. Wieg das Kokosfett ab, lasse es schmelzen und gib erst im Anschluss daran die Sheabutter hinzu. Jetzt keine Hitze mehr zugeben. Öle abwiegen und unterrühren. Mischung der Fette und Öle, an die Seite stellen und abkühlen lassen.
  3. Jetzt bitte an die Schutzbrille und die Handschuhe denken! NaOH abwiegen und in das kalte, destillierte Wasser rieseln lassen. Umrühren und die Natronlauge ebenfalls abkühlen lassen.
  4. Danach wie gewohnt weiterarbeiten: Lauge zu den Fetten geben und alles mit Hilfe eines Stabmixers verrühren.
  5. ‚Nachdem der Seifenleim leicht angedickt ist, kann die Masse beduftet werden. Jetzt füllst du 1/4 des Seifenleims in den einen Behälter und 1/4 in den zweiten Behälter und rührst alles gut durch, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Der restliche Seifenleim (etwa die Hälfte der Gesamtmenge) verbleibt im Topf und wird mit dem Toten Meer Schlamm gefärbt.
  6. ƒDie Masse im Topf wird nun in zwei Teile geteilt. Zuerst gibst du einen Teil zum mit Tonerde gefärbten Teil. Rühr nicht zu stark durch, sondern gehe lediglich einmal mit dem Rührlöffel durch die Masse im Behälter. Es soll also nicht vermischt, sondern marmoriert werden. Füll den marmorierten Teil nun in die bereitgestellte Seifenform.
  7. So verfährst du nun mit dem restlichen Seifenleim und dem ungefärbten Teil im zweiten Behälter. Diese marmorierte Masse wird jetzt auf den anderen Teil in der Form gegossen.

Ergebnis der Seifenherstellung

Als Ergebnis bekommst du zwei marmorierte Teile. Unten ist die Marmorierung aus rosa Tonerde und dem Seifenleim mit Schlamm zu sehen. Oben befindet sich die Marmorierung aus dem ungefärbten Seifenleim zusammen mit dem Teil, der mit Schlamm versehen wurde.

Isolierung und Reifezeit

Die Gesichtsseife mit Schlamm und rosa Tonerde darf gerne eine Gelphase durchlaufen. Sie wird dabei sehr heiß und verflüssigt sich. Dabei verbinden sich alle Bestandteile gut miteinander. Eine Gelphase sorgt außerdem dafür, dass du die Seife wesentlicher schneller aus der Form holen und anschneiden kannst. Die Reifezeit verkürzt sich etwas und die Seife wird schön fest.

Bei der Reifezeit würde ich dir empfehlen, Geduld zu haben. Durch die verschiedenen Zusätze und die Kombination der Fette wird die Seife mit der Zeit angenehm fest. Da aber ein hoher Olivenölanteil im Seifenrezept berücksichtigt wurde, braucht diese Seife eine längere Reifezeit. Denn Seife mit einem hohem Anteil Olivenöl bleibt länger weich. Plane daher auf jeden Fall acht Wochen für das Nachreifen deiner selbst gemachten Gesichtsseife ein.

Wie lange hält diese DIY-Seife?

Bis aus das Rapsöl habe ich in diesem Seifenrezept keine besonders ranzanfälligen Öle verwendet. Vor allem die Seifen mit hohem Olivenölanteil sind lange haltbar und werden mit der Zeit immer fester und besser. Die genaue Haltbarkeit ist aber schwer vorauszusagen, da eben auch viel von den verwendeten Zutaten und deren Frische abhängt. Du kannst aber davon ausgehen, dass diese Seife mindestens 1 Jahr lang frisch und verwendbar ist.

Am besten benutzt man für die Herstellung von Seifen und anderen Kosmetika immer frische Öle und Fette. Wenn du die „Altbestände“ aus der Vorratskammer verbrauchen möchtest, sollte der Ansatz der Seife kleiner ausfallen. Du kannst ja auch nur 500 g Seife sieden und diese dann schneller verbrauchen.

Wie hoch sollte die Gesichtsseife überfettet sein?

Beim Grad der Überfettung kannst du selbst bestimmen, wie hoch oder tief dieser sein soll. Generell sollen Gesichtsseifen höher überfettet sein, also etwa 7 bis 10 Prozent. Aber natürlich ist das ganz individuell vom Hauttyp abhängig. Wenn du ohnehin fettige Haut hast, der es auch nicht an Feuchtigkeit mangelt, dann kannst du die Gesichtsseife auch niedriger überfetten. Vielleicht reicht in diesem Fall eine Überfettung von 5 oder 6 Prozent aus.

Mach das also am besten von deinem Hauttyp abhängig. Im Zweifelsfall würde ich aber dazu raten, lieber etwas höher als zu niedrig zu überfetten.

Wie benutzt man die Gesichtsseife mit Schlamm und Tonerde?

Du kannst die Seife ohne Probleme für die tägliche Gesichtsreinigung benutzen. Nutze sie morgens und abends, um dein Gesicht gründlich zu reinigen. Dafür wird die Seife in den feuchten Händen aufgeschäumt. Den Schaum verteilst du in deine Gesicht und reibst ihn gut in die Haut ein. Anschließend muss das Gesicht mit viel Wasser gründlich abgewaschen werden.

Wie muss man die Seife aufbewahren?

Die Seife sollte ebenso aufbewahrt werden, wie alle anderen natürlichen Seifen:

  • Naturseife nach dem Gebrauch stets von Schmutz und Haaren befreien.
  • Die Seife an der Luft vollständig trocknen lassen.
  • Nach dem Trocknen kann deine Seife bei Bedarf in einer verschlossenen Schale aufbewahrt werden.
  • Wenn du die Seife zweimal täglich benutzt lagere sie am besten auf einer Seifenschale. Darauf kann sie immer gut trocknen und ist immer griffbereit für den Einsatz.

Schlamm aus dem Toten Meer

Wenn du schon erfahrene Seifensiederin bist, hast du sicher schon einmal gehört, dass Totes Meer Salz nicht in Seifen verwendet werden kann. Das hat folgenden Grund: Das Salz aus dem Toten Meer enthält viel Magnesiumchlorid. Dieses bildet zusammen mit der Lauge Magnesiumhydroxid. Diesen Teil der Lauge verbraucht das Magnesiumchlorid somit und es kann nicht mehr für die Verseifung der Öle und Fette genutzt werden. Daher ist das Tote Meer Salz eine ungünstige Zutat für unsere DIY-Seifen.

Im Gegensatz zum Salz aus dem Toten Meer können wir den Schlamm ohne Probleme für die Seife benutzen. Hier gibt es zwei Varianten zu kaufen:

  1. als pastöser Schlamm
  2. als Pulver getrocknet

Für die selbst gemachte Seife kommen beide Varianten infrage. Ich verwende meistens das Pulver und nehme von der Laugenflüssigkeit (in diesem Fall vom Wasser) einige Esslöffel ab, um damit den Schlamm anzurühren. Wenn du eine Schlamm-Paste benutzt, dann zieh bitte auch drei, vier Esslöffel Wasser von deiner berechneten Laugenflüssigkeit ab.

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Seifen ganz einfach selber machen

Mit dem ebook von naturseife-und-kosmetik erfährst du, wie du Seifen ganz einfach selbst herstellen kannst:

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2 Kommentare

  1. Hallo Julia,
    oh je, so ganz genau weiß ich das gar nicht mehr. Aber es kommt ja auch darauf an, wie hoch die Überfettung sein soll.
    Nutzt du einen Seifenrechner?
    LG Stefanie

  2. Danke das du dieses Rezept mit uns teilst!
    Könntest du mir für genau dieses Rezept deinen NaOH-Wert mitteilen? Ich wäre wirklich dankbar!

    Liebe Grüsse

    Julia

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