Seifenrezept: Rasierseife mit Stearinsäure

Seife selber machen mit Stearinsäure: die ideale Rasierseife

Rasierseifen sind ideal zum Rasieren von Männer- und Frauenhaut geeignet. Durch den alkalischen pH-Wert einer Naturseife quellen die Haare etwas auf, werden weicher und lassen sich leichter kappen. Der natürliche Glyceringehalt einer Rasierseife pflegt die Haut schon während der Rasur und macht sie zart und geschmeidig.

Im Gegensatz zur Rasur mit herkömmlichen Rasierprodukten wie Schaum oder Gel trocknet die Haut beim Rasieren mit Rasierseifen nicht so stark aus, meistens kann man sogar auf eine anschließende Pflege verzichten (zumindest könnte man das). Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass Rasierseifen sehr ergiebig sind und wirklich kostengünstig selbst gemacht werden können. Es gibt einige Dinge, die man beim Rasierseife selber machen beachten sollte. Dazu gehört neben der Auswahl der passenden Inhaltsstoffe auch der Grad der Überfettung. Auf die wichtigen Eigenschaften einer Rasierseife und die besten Inhaltsstoffe bin ich im Artikel „Seife selber machen: Rasierseife“ bereits eingegangen. Jetzt möchte ich ein Seifenrezept für eine sehr gut schäumende, besonders pflegende und ergiebige Rasierseife mit Stearinsäure vorstellen:

Rasierseife mit Stearinsäure selber machen (Mischverseifung)

RasierseifeDie Stearinsäure ist ein idealer Zusatz in Rasierseifen, da sie für viel üppigen und stabilen Schaum sorgt. Um die Schaumeigenschaften der Seife zusätzlich zu verbessern, wurden Rizinusöl und Schaumfette in hoher Konzentration eingesetzt. Als sanfte Schaumfette sind in diesem Rezept Babassuöl und Palmkernöl zu finden, die für viel reichhaltigen Schaum sorgen. Noch cremiger und sanfter wird der Seifeschaum durch die zugegebene Seide. Sheabutter und Mandelöl pflegen die Haut beim Rasieren und beugen Reizungen vor. Um die Gleiteigenschaften der Rasierklinge auf der Haut zu verbessern, ist im Rezept zusätzlich Glycerin verwendet worden. Es wurde eine Überfettung von 6% berechnet.

Seife selber machen: Seifenrezept für etwa 1kg Seife

  • 200g Babassuöl
  • 170g Palmkernöl
  • 150g Rapsöl
  • 100g Sheabutter
  • 100g Olivenöl
  • 50g Mandelöl
  • 50g Rizinusöl
  • 40g Stearinsäure (im Naturseife-und-Kosmetik Seifenrechner unter Lorbeeröl eintragen)
  • NaOH (80%)
  • KOH (20%)
  • NaOH- und KOH-Menge bitte selbst berechnen (auch mit dem Seifenrechner möglich)
  • 310g destilliertes Wasser
  • 1 TL fein geschnittene Seide
  • 1 TL Glycerin
  • 1 TL rote Tonerde
  • 18g ätherisches Lavendelöl und 3 bis 4 Tropfen ätherisches Patschuliöl

Herstellung unter Beachtung der Sicherheitsregeln:

  1. Zuerst wird die Lauge hergestellt: NaOH und KOH in einem separaten Gefäß abwiegen. Das destillierte Wasser im Laugenbehältnis ebenfalls abwiegen. Nun am Besten in der Spüle arbeiten und die NaOH- und KOH-Flocken langsam und vorsichtig zum Wasser rieseln lassen. Dabei immer umrühren.
  2. Sobald sich NaOH und KOH vollständig gelöst haben, die Seide in die Lauge geben und sorgfältig verrühren. Damit die Seide sich vollständig löst, muss die Lauge sehr heiß sein. Aus diesem Grund arbeitet man bei diesem Rezept nicht mit kaltem Wasser. Sobald die Seide ebenfalls gelöst ist, kann der Behälter mit der Lauge zur Seite gestellt werden.
  3. Babassuöl und Palmkernöl werden im Topf abgewogen und auf der Herdplatte geschmolzen. Anschließend den Topf von der Hitze nehmen und die Sheabutter in den heißen Fetten schmelzen lassen. Nun noch die Öle (mit Ausnahme vom Mandelöl) zugeben, alles gut verrühren und die Fettmischung ebenfalls abkühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit können bereits alle übrigen Zutaten bereitgestellt werden.
  5. Wenn Fette und Lauge eine Temperatur von etwa 40°C erreicht haben, können beide Phasen vereinigt werden. Dafür gibt man die Lauge zu den Fetten in den Topf und verrührt alles mit dem Löffel. Jetzt kommt der Stabmixer zum Einsatz.
  6. Wegen der großen Menge Stearinsäure wird der Seifenleim schnell fest. Sollte der Leim sich trennen oder Flocken bilden, muss umso kräftiger gerührt werden. Kurze Zeit später wird der Seifenleim weiß und homogen.
  7. Nun werden das Mandelöl sowie Glycerin und die ätherischen Öle zugegeben und sorgfältig eingerührt.
  8. Auf Wunsch kann jetzt noch marmoriert werden. Seifenleim in die Seifenform füllen und isolieren.
  9. Nach 24 Stunden ausformen, ggf. schneiden und etwa 6 Wochen reifen lassen.

Seife selber machen

Das angegebene Seifenrezept beinhaltet keine Angaben zur nötigen KOH- und NaOH-Menge. Diese kann man mit Hilfe des Seifenrechners ganz einfach selbst bestimmen. Wer noch nie Seife selber gemacht hat, sollte sich über die Thematik genaustens informieren und nicht einfach mit der Seifenherstellung beginnen! Ich verweise daher auf unser eBook „Kreative Seifen einfach selber machen„, in dem alle nötigen Informationen zur Seifenherstellung zu finden sind.

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